Wölfi“ Wend­land, Sie haben mit Ihrer Band das Wat­ten­scheid-Lied neu auf­ge­nommen. Wie kam es dazu?
Lenni, also der Urheber des Songs, hatte uns gefragt, ob wir das machen wollen. Ich fand den Song schon immer sehr ein­gängig und auch vom Text her sym­pa­thisch. Wenn ich ihn im Wat­ten­scheider Sta­dion gehört habe, kam er sehr gut rüber. Wir mussten also nicht lange über­legen.

Die Hymne scheint auch Fans außer­halb des Ruhr­ge­biets zu gefallen.
Ja, sie ist deutsch­land­weit bekannt, mich haben zum Bei­spiel kürz­lich Stutt­garter darauf ange­spro­chen. Wenn wir als Wat­ten­scheider auf Tour sind, kriegen wir häufig zu hören, dass es bei uns im Sta­dion die beste Wurst und das beste Lied gibt. Leider momentan nicht den besten Fuß­ball – aber auch da haben wir schon schlech­tere Zeiten erlebt.

War es schwierig, so eine Hymne neu ein­zu­singen?
Lenni kommt eher aus dem Schla­ger­be­reich, wir aus dem Punk. Aber trotzdem passte es. Es ist eigent­lich typisch für Wat­ten­scheid, dass da unter­schied­liche Bereiche Hand in Hand gehen. Wir haben bei der neuen Ver­sion darauf geachtet, den ursprüng­li­chen Cha­rakter zu bewahren, gleich­zeitig ist sie natür­lich etwas härter geworden. Wir brau­chen sonst für unsere Ideen immer sehr lange, diese Pro­duk­tion ging dagegen schnell über die Bühne.

Sie haben das Video zum Song im Sta­dion gedreht und auch schon in der Lohr­heide live gespielt. Wie kam es an?
Wichtig war mir, dass nicht nur das Sta­dion, son­dern auch Harrys Frit­ten­schmiede“ in dem Video auf­taucht. Lenni und ich haben uns dort immer über die Details aus­ge­tauscht. Der Besitzer ver­kauft die glei­chen Würste wie im Sta­dion, die kann ich nur wärms­tens emp­fehlen. Die Reak­tionen auf das Lied waren durchweg positiv. Und nach unserem Auf­tritt im Sta­dion hat die Mann­schaft zumin­dest mal gewonnen. 

Die Kas­sierer haben sich ver­geb­lich für den Euro­vi­sion Song Con­test beworben. Gibt es einen neuen Anlauf mit dem Wat­ten­scheid-Lied?
Wir wurden im letzten Jahr abge­lehnt. Der NDR hat dafür eine Kan­di­datin aus­ge­wählt, die den letzten Platz belegt hat. Leider ver­langen die Regeln, dass das Lied in dem Jahr vor der Bewer­bung geschrieben worden sein muss. Die Wat­ten­scheid-Hymne ist aller­dings nun mal älter, die können wir nicht vor­schlagen. Aber viel­leicht spielen wir sie, wenn wir auf Tour sind.