18. Mai 1974
Saison 1973/74, 34. Spieltag
Borussia Mön­chen­glad­bach – FC Bayern Mün­chen 5:0

Nie war eine 0:5‑Pleite schöner! Die Bayern reisten mit der dop­pelten Dröh­nung zum Tabel­len­zweiten an den Nie­der­rhein: Meister waren sie in der Vor­woche geworden, den Euro­pacup der Lan­des­meister hatten sie sagen­hafte 16 1/2 Stunden (!) vorher geholt. Soll noch einer sagen, die Ronaldos und Messis dieser Welt hätten Ter­min­stress. Die Glad­ba­cher gra­tu­lierten im Vor­feld artig und machten mit den bemit­lei­dens­werten Münch­nern im Anschluss kurzen Pro­zess – 4:0 stand es bereits zur Pause. Wenn man kör­per­lich so down ist wie wir, kann das nicht gut­gehen“, schnaufte Keeper Sepp Maier. Erfolgs­trainer Udo Latteck blieb ehr­lich: Dieses Spiel war für uns eine Alkohol-Ver­duns­tungs­stunde.“

15. Mai 1999
Saison 1998/98, 32. Spieltag
1. FC Nürn­berg – FC Bayern Mün­chen 2:0

Die Bayern hatten sich anno 1999 mit der Meis­ter­schaft beeilt, schließ­lich stand ein gewisses End­spiel in Bar­ce­lona noch vor der Tür. Vier Runden vor Schluss war der Titel im Sack, danach ging es zum Club, der noch ums Über­leben kämpfte. Für die Bayern war’s nicht mehr als ein mun­terer Erho­lungs­kick. Eini­ger­maßen im Saft ste­hende Reser­veki­cker wie Sven Scheuer, Ali Daei oder Nisse Johansson durften ran, doch am Ende brannten die Lungen zu heiß, um die späten Gegen­tore (70., 81.) zu ver­hin­dern.

14. Mai 2000
Saison 1999/00, 31. Spieltag. Zweite Bun­des­liga
1. FC Köln – Karls­ruher SC 1:2

Selbst in der Stunde des Tri­um­phes weiß der Effzeh, wie er seine Anhänger zum Kopf­schüt­teln bringen kann. Die Kölner hatten eine Woche zuvor die Rück­kehr in die Bun­des­liga ding­fest gemacht, und um das zu feiern, sollte das abge­schla­gene Schluss­licht aus Karls­ruhe weg­ge­fegt werden. Die Badener hatten in 30 Spielen zuvor nur viermal gewonnen, was unter anderem Joa­chim Löw den Trainer-Job kos­tete. Köln ging durch Pele Wol­litz in Füh­rung, doch nach der Pause wurde es gro­tesk: Der KSC traf zweimal, stellte die Geiß­böcke bloß – und stand nach Schluss­pfiff den­noch als Absteiger in die Regio­nal­liga fest. Unterm Dom floss das Kölsch hin­gegen weiter.

15. Mai 2004
Saison 2003/04, 33. Spieltag
Werder Bremen – Bayer Lever­kusen 2:6

Besser konnte die Saison aus Bremer Sicht nicht ent­schieden werden, als mit einem 3:1‑Sieg bei Ver­folger Bayern Mün­chen. Mit dem Erfolg im Olym­pia­sta­dion machten die Nord­deut­schen die Meis­ter­schaft klar, einen Spieltag später war den Bre­mern die Dau­er­party noch deut­lich anzu­sehen: Gegen Lever­kusen standen elf, zum Teil mit grün gefärbten Haaren, und sicht­lich ange­schos­sene Wer­de­raner auf dem Platz. Bayer zeigte keine Gnade und schoss den frisch geba­ckenen Meister mit 6:2 ab. Ernüch­te­rung für die 40.000 im Weser­sta­dion? Nur kurz, dann enterten Tau­sende den Rasen und lagen sich wieder glücks­be­soffen in den Armen.

7. Mai 2011
Saison 2010/11, 33. Spieltag
Werder Bremen – Borussia Dort­mund 2:0

Borussia Dort­mund tritt als frisch gekürter Meister deran­giert aus­wärts an – das gab es vor einem Jahr schon mal. Damals durften sich die Wer­de­raner gegen hechelnde Titel­träger zum Klas­sen­er­halt schießen. Jürgen Klopp war nach Schluss­pfiff den­noch zufrieden: Es ging vor allem darum, uns ver­nünftig zu prä­sen­tieren.“ Das gelang“, ant­wor­tete die FAZ sei­ner­zeit Klopp, aber zu mehr reichte es nicht.“