Seite 2: Schweiß, Blut und Tränen

Die nächste Saison wird nicht lus­tiger
Hier ein Bei­spiel­samstag der Bun­des­liga-Saison 2016/17:
FC Augs­burg – Darm­stadt 98, FC Ingol­stadt – Bayer 04 Lever­kusen, VfL Wolfs­burg – 1. FSV Mainz 05, 1. FC Köln – Hertha BSC, SC Frei­burg – Ham­burger SV (alle 15.30 Uhr), TSG Hof­fen­heim – RB Leipzig (Top­spiel, 18.30 Uhr).

Zum Ver­gleich eine Aus­wahl der 2. Fuß­ball-Bun­des­liga:
VfB Stutt­gart – FC St. Pauli, Arminia Bie­le­feld – Han­nover 96, 1. FC Kai­sers­lau­tern – VfL Bochum, MSV Duis­burg – For­tuna Düs­sel­dorf, Union Berlin – Dynamo Dresden.

Kevin Groß­kreutz hat unser Herz geraubt
Vor einem halben Jahr hätten wir nicht einmal mehr einen bil­ligen Döner darauf ver­wettet, dass aus­ge­rechnet Kevin Groß­kreutz zum Typ der Saison“ gewählt werden könnte. Im Zwei­kampf mit Sandro Wagner. Will­kommen in Absur­di­stan.

Doch Groß­kreutz zeigte in den ver­gan­genen Wochen, was dem VfB Stutt­gart zuletzt oft fehlte. Schweiß, Blut und Tränen. Statt­dessen wurden Ver­träge in Wolfs­burg unter­schrieben. Seine Zusage für die zweite Liga machte Fisch­kreutz via Insta­gram noch am Sams­tags­abend. Die Rechte an seiner Liebe zum Fuß­ball, den trä­nen­rei­chen Inter­views und der Bezie­hung zur Cann­stätter Kurve wurden soeben von der Rosa­munde-Pil­cher-AG auf­ge­kauft. Damit auch im ZDF mal wieder eine glaub­hafte Schnulze laufen kann.

Und auch wir gehen mit Kevin Groß­kreutz. Viel­leicht nicht in die zweite Liga. Aber Mon­tag­abends schauen wir trotzdem mal rein. Ver­spro­chen.

Der #11konf-Tweet des Jahres: Er kann es noch

Und Claudio Pizarro so in 50 Jahren #11konf https://t.co/2WELcNiy4k pic​.twitter​.com/​6​b​j​h​9​fIvpq

— Pietdaddy (@Robioneck) 5. März 2016

Ach Claudio,
genau­ge­nommen hat nie jemand daran gezwei­felt, dass Werder Bremen den direkten Klas­sen­er­halt noch packt. Du warst ja da. Und die Green-White-Won­der­wall, die dich nach vorne trug, wenn deine Beine eigent­lich schon ver­sagten. So viele Kilo­meter gefressen, so viele Tore geschossen. Aber du kannst es immer noch. Klar, ges­tern stand Papy Dji­lo­bodji im Fokus. Als Sieg­tor­schütze. Als Abstiegs­kampf­held. Aber wer machte den Ball scharf? Wer köpfte den Bums nochmal nach vorne? Wer schoss all die wich­tigen Tore zuvor? – Das warst du, Claudio. Und nach einer Saison, in der der Ham­burger SV nicht in die Rele­ga­tion muss, wissen wir den­noch: Es gibt sie noch. Die Kon­stanten im Leben.