Die 11 des Spieltags (26. Spieltag)

Frecher Franzose und Zukunftsvisionen

Klaus Hubrich 
Wir wollen an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen, um Klaus Hubrich zu gratulieren. Der Mann war über Jahrzehnte Jugendtrainer beim VfB Stuttgart und erkannte vor circa zehn Jahren in einem Interview, dass da jemand in seiner D-Jugend steckt, der ganz ordentlich kickt. Deshalb Danke, dass Sie diesen Knirps immer auf den Boden der Tatsachen zurückholten. So konnte er am Samstag den VfL Wolfsburg im Alleingang abschießen.

Michael Gregoritsch
Während elf Hamburger zeitgleich in München kein einziges Bein auf die Erde bekamen, hob Ex-HSVer Michael Gregoritsch in Hannover ab, um einen Kopfball zum 1:0 für Augsburg zu verwerten. Auch sonst war der Österreicher herausragend, schoss kurz vor Schluss das entscheidende 3:1 und lieferte damit erneut den Beweis: Wenn der HSV dich dankend rauswirft, bist du wahrscheinlich ein ganz guter Kicker.

Christian Titz und Jörg Fick
Weil es beim Hamburger SV derzeit — Überraschung! — beschissen läuft, denkt der Aufsichtsrat mal wieder offen über einen Trainerwechsel nach. Zur Auswahl steht Christian Titz, der eigentlich nur mit der U23 aufsteigen wollte, sich nun aber mitten im Abstiegskampf der Bundesliga wiederfinden würde. Mitbringen könnte er dann gleich seinen Physiotherapeuten Jörg Fick. Titz und Fick sollen also helfen, was uns zu der unweigerlichen Frage führt: Wann war Bernd Hoffmann zum letzten Mal beim Paartherapeuten?

Franck Ribery
Als Franck Ribery vor zehn Jahren in die Bundesliga kam, wollten wir so sein wie er. Jetzt geht Ribery dem Karriereende entgegen, wir sitzen mit unseren unförmigen Körpern auf unförmigen Bürostühlen und wollen noch immer so sein wie er. Denn auch wenn seine Geschwindigkeit etwas abgenommen hat, strahlt der »freche Franzose« (O-Ton Fritz von Thurn und Taxis) noch immer mehr Spiellaune aus, als das Wettbüro bei uns um die Ecke. Aber jetzt entschuldigt uns, wir haben am Samstag einen Symbol-Euro auf den HSV gesetzt und müssen die Kohle irgendwie wieder reinbekommen.

Die Zuschauer zwischen Hertha BSC und dem SC Freiburg
Falls wir aber gleich noch fünf Minuten haben, zählen wir hier jeden einzelnen Besucher im Berliner Olympiastadion namentlich auf. Denn es war sicher eine gesellige Familienfeier am Samstag, die auch vom unspektakulären Drumherum nicht gestört wurde. Wenn auch Sie den Geburtstag ihrer Oma oder eine launige Kommunionsparty dort ausrichten wollen: Block G, H, I … X, Y, Z sind auch in zwei Wochen wieder komplett für Sie frei.