Am 26.08.2001 brannte im Ulmer Donau­sta­dion die Luft. Der Ver­bands­li­gist SSV Ulm kegelte den Bun­des­li­gisten 1.FC Nürn­berg aus dem DFB-Pokal. Das 2:1 schoss die lange in Ulm spie­lende Klub­le­gende Dragan Trkulja. Der traf in seiner Kar­riere ins­ge­samt 100 Mal für Ulm. Und das in fünf ver­schie­denen Ligen. An diesem Tag per Elf­meter gegen Nürn­bergs Tor­hüter Darius Kampa. Noch nie war der Bezwinger eines Bun­des­li­gisten im DFB-Pokal so nie­der­klassig gewesen.

Dieses Wochen­ende spielen die Schwaben, als amtie­render Ver­band­po­kal­sieger Würt­tem­berg, gegen Titel­ver­tei­diger Ein­tracht Frank­furt und wollen als Regio­nal­li­gist das Wunder von 2001 wie­der­holen. Das Sta­dion ist aus­ver­kauft, die Fans planen eine bis­lang geheim gehal­tene Choreo und das Telefon von Pres­se­spre­cher Max Rieck steht nicht mehr still. So viel Auf­merk­sam­keit war man in Ulm schon lange nicht mehr aus­ge­setzt. Das tut der Stim­mung jedoch keinen Abbruch, denn diese ist in Ulm gerade gran­dios. Vor der Saison nahm sich die Ver­eins­füh­rung vor, in der Regio­nal­liga Süd­west im oberen Tabel­len­drittel mit­zu­spielen. Nun ist man nach vier Spiel­tagen Tabel­len­führer. Dar­unter drei Siege und ein Unent­schieden. Nur gegen Auf­steiger Pir­ma­sens ließ man Punkte liegen. Start nach Maß.

Die Ein­tracht ärgern

Trainer Holger Bachthaler sagt, die Spieler sollen das Spiel gegen die Ein­tracht ein­fach nur genießen. Hört sich nach dem an, was jeder Ama­teur-Trainer vor einem Spiel in der ersten Runde des DFB-Pokals sagen würde. Der Trainer betrieb jedoch Video-Ana­lysen der Ein­tracht-Freund­schafts­spiele und das Ergebnis der Frank­furter im Supercup, wo die Hessen von den Bayern mächtig Prügel bezogen hatten, macht Mut. Wenn der Klub von der Schwä­bi­schen Alb nur annä­hernd so domi­nant auf­tritt wie der FC Bayern, sollte die erste Runde doch ein Kin­der­spiel werden. Oder wie es der Trainer sagte: Wir wollen den Favo­riten ärgern“. Freuen wird sich auf jeden Fall Kevin Kienle. Der Angreifer hat bisher in drei Spielen drei Treffer erzielt und ist ganz heiß, da weiter zu machen, wo Lewan­dowski auf­ge­hört hat.