Glaubt nicht, was geschrieben wird. Denkt immer daran, dass es zwei Seiten zu jeder Geschichte gibt, gute Nacht“. Diese Bot­schaft, gar­niert mit einem viel­sa­genden Zwinker-Smiley, rich­tete Emre Mor am Mitt­woch­abend an seine knapp zwei Mil­lionen Fol­lower auf Insta­gram.

Mors Worte lesen sich wie die unbe­dachte Replik eines Jung­profis, der sich der Trag­weite seiner Ent­schei­dungen nach wie vor nicht bewusst ist. Wie die spa­ni­sche Presse über­ein­stim­mend berichtet, ist Emre Mor von seinem Arbeit­geber Celta Vigo für die rest­liche Saison sus­pen­diert worden.

Hitz­kopf ohne Ein­sicht

Zwar befindet sich der 20-jäh­rige Türke offi­ziell auf der Ver­letz­ten­liste der Gali­zier, Grund dafür ist ein ver­meint­lich ver­stauchter Knö­chel, doch auch im Falle einer schnellen Gene­sung ist eine Rück­kehr auf den Rasen nicht vor­ge­sehen.

Nach einem Hand­ge­menge mit einem Mit­spieler im Trai­ning wurde Mor Berichten zufolge von Coach Juan Carlos Unzué vor­zeitig zum Duschen geschickt und soll anschlie­ßend eine Ent­schul­di­gung ver­wei­gert haben. Tags darauf ist der Ex-Dort­munder der ange­setzten Übungs­ein­heit fern­ge­blieben und wurde dar­aufhin für die rest­li­chen drei Liga­spiele aus dem Kader gestri­chen.

Messi auf Abwegen

Mors früh­zei­tiges Sai­sonaus ist kein Ein­schnitt in eine ansonsten frucht­bare Zusam­men­ar­beit, son­dern das vor­läu­fige Ende eines ein­jäh­rigen Miss­ver­ständ­nisses, das zum jet­zigen Zeit­punkt nur Ver­lierer kennt.

13 Mil­lionen Euro waren die Dienste des tür­ki­schen Natio­nal­spie­lers den Spa­niern wert. Der zweit­teu­erste Transfer in der Ver­eins­ge­schichte von Celta Vigo. Gut drei Mil­lionen Euro mehr als der BVB ein Jahr zuvor an Nords­jael­land über­wiesen hatte. Dort hatte der in Däne­mark auf­ge­wach­sene Mor eine Reihe sehens­werter Dribb­lings pro­du­ziert, die wie gemacht waren für spek­ta­ku­läre Video­zu­sam­men­schnitte auf You­Tube. Schnell geis­terte der Ruf­name Messi vom Bos­porus“ durch die Medien.