In der sechsten Folge der zweiten Staffel von Family Guy“ taucht plötz­lich der Sen­sen­mann auf. Death is a Bitch“, heißt die Serie im Ori­ginal. Weil der Tod nun mal eine blöde Sau ist. In dieser Folge muss Haupt­figur Peter Griffin den Sen­sen­mann ver­treten, weil der sich ein Bein gebro­chen hat. Das artet natür­lich aus. Wen oder was der Sen­sen­mann auch berührt, alles und jeder stirbt.

Dutt kommt, das Leben ent­weicht

Nun wollen wir den ehe­ma­ligen Indus­trie­kauf­mann, ehe­ma­ligen Trainer, ehe­ma­ligen DFB-Sport­di­rektor und amtie­renden Vor­stand Sport des VfB Stutt­gart nicht mit dem Tod ver­glei­chen. Und doch scheint aus allem, was Robin Dutt in jün­gerer Ver­gan­gen­heit ange­fasst hat, das Leben zu ent­wei­chen.

Lassen wir dafür die Zahlen spre­chen:

Wäh­rend seiner Amts­zeit als Trainer von Bayer Lever­kusen 2011 war Dutt nicht nur für die höchste Euro­pa­pokal-Nie­der­lage in der Lever­ku­sener Geschichte ver­ant­wort­lich (1:7 gegen den FC Bar­ce­lona), son­dern auch für die höchste Pleite in einem Derby gegen den 1. FC Köln (1:4). Er war der erste Trainer in 23 Jahren, der vor­zeitig als Bayer-Coach ent­lassen wurde, ohne eine Saison beendet zu haben.

Neun Spiele ohne Sieg

Nach einer kurzen Amts­zeit beim DFB vom 1. August 2012 bis zum 31. Mai 2013 in der Dutts tat­säch­li­ches Schaffen stets ein Geheimnis blieb, wurde er zu Beginn der Saison 2013/14 Trainer von Werder Bremen und Nach­folger von Thomas Schaaf. In der ersten Spiel­zeit wurde Dutt mit Werder Zwölfter. In der lau­fenden Spiel­zeit voll­brachte er das Kunst­stück, mit dem SVW in den ersten neun Spielen nicht eine ein­zige Begeg­nung zu gewinnen. Nach neun Par­tien und ganzen vier Punkten wurde Dutt ent­lassen. Sein Nach­folger Viktor Skripnik hat Stand jetzt 38 Punkte gesam­melt. Werder steht auf Platz sieben, einen Punkt ent­fernt von einem Europa League-Rang.

Am 6. Januar 2015 wurde Dutt als neuer Vor­stand Sport beim VfB Stutt­gart vor­ge­stellt. Da war der VfB auf Platz 15 und hatte in 17 Spielen 17 Punkte gesam­melt.

Nach dem 31. Spieltag sind die Stutt­garter Letzter, drei Punkte von Rele­ga­ti­ons­platz 16 ent­fernt. Seit Robin Dutt da ist, hat der Klub ganze zehn Punkte geholt. In den aus­ste­henden drei Par­tien spielt der VfB gegen die wie­der­erstarkten Abstiegs­kämpfer Ham­burger SV und SC Pader­born, zudem gegen Mainz 05, eine Mann­schaft, die zumin­dest noch theo­re­tisch Chancen auf eine Europa League-Teil­nahme hat.

Der fünf­ma­lige Deut­sche Meister VfB Stutt­gart ist so gut wie abge­stiegen.