Die sieg­lo­seste Serie
Im Mai 1980 gewann Luxem­burg mit 3:2 gegen Süd­korea, danach folgten 32 Nie­der­lagen in Folge. Die Serie riss 1995 bei einem 1:0‑Sieg gegen Malta. Gesamt­bi­lanz nach 15 Jahren: 26:242 Tore. Schlechter geht es nicht. Sogar San Marino erscheint dagegen wie ein Fuß­ball­sitz­riese. Die Natio­nal­mann­schaft brauchte seit Bestehen ledig­lich 65 Spiele für den ersten Sieg (1:0 gegen Liech­ten­stein, April 2004).

Der längste Ver­eins­name
Bitte einmal ordent­lich Luft holen, und los:

Bre­dase Sport­ver­ei­ni­gung Nooit Ophouden Altijd Door­zetten Aan­ge­naam Door Ver­maak En Nuttig Door Ont­span­ning Com­bi­natie

Das heißt so viel wie: Nie­mals auf­hören, immer wei­ter­ma­chen. Ange­nehm durch Unter­hal­tung und nütz­lich durch Ent­span­nung.“ Eine Kurz­form des Klub­na­mens gibt es glück­li­cher­weise auch: NAC Breda.

Das schnellste Tor

Lange galt ein direkt ver­wan­delter Anstoß des Uru­gu­ayers Ricardo Oli­vera als schnellstes Tor der Fuß­ball­ge­schichte (2,81 Sekunden). Er erzielte den Treffer am 26. Dezember 1998 für Rio Negro im Spiel gegen Soriano. Vor zwei Wochen aber gelang dem Russen Mihail Osinov ein noch schnel­leres Tor. Der Spieler vom rus­si­schen Zwei­li­gisten FC MITOS Novo­cherkassk netzte den Anstoß nach 2,68 Sekunden ein.

Das spä­teste Tor
Das spä­teste Tor fiel am 13. Dezember 1931, erzielt vom Ita­liener Renato Cesa­rini beim 3:2 gegen Ungarn. Noch wäh­rend der Ball im Netz zap­pelte, pfiff der Schieds­richter die Partie ab. Seitdem spricht man in Ita­lien von der Zona Cesa­rini“. Ein Aus­druck, der Tore und beson­dere Gescheh­nisse in der Schluss­phase bezeichnet.

Die wenigsten Tore
Bis zum Ende der Saison 2008/09 machte Markus Schuler (u.a. Mainz, Han­nover, Bie­le­feld) 182 Bun­des­li­ga­spiele, ohne jemals einen Treffer erzielt zu haben. Er brach damit den Rekord des ehe­ma­ligen Glad­ba­chers Thomas Eichin (180 Spiele ohne Tor). Doch Kopf hoch, Markus Schuler, in Ita­lien laufen noch ganz andere Kan­di­daten rum: Franco Janich (u.a. Lazio und Bologna) traf in seiner gesamten Kar­riere nicht ein ein­ziges Mal. Und die dau­erte immerhin von 1956 bis 1972 (426 Spiele).

Der Trainer mit der längsten Amts­zeit
Ver­gesst Otto Reh­hagel in Bremen, Arsene Wenger beim FC Arsenal, Alex Fer­guson bei Man­chester United. Ver­gesst auch die gefühlt ein halbes Leben dau­ernde Amt­zeit von Hemut Kohl! Fred Eve­riss blieb von 1902 bis 1948 Trainer beim eng­li­schen Klub West Brom­wich Albion. 46 Jahre! 16.790 Tage!

Der schnellste Hat­trick
Inner­halb 89 Sekunden traf Magnus Arvidsson vom schwe­di­schen Zweit­li­gisten IFK Häss­le­holm im Spiel gegen BOIS Lands­krona dreimal hin­ter­ein­ander. Bis dahin galt der Hat­trick von Jimmy O’Connor als der schnellste aller Zeiten. Der Ire benö­tigte 133 Sekunden für drei Tore. Sehen Sie hier:

Die meisten Spiele
Der eng­li­sche Tor­wart Peter Shilton absol­vierte im Ver­lauf seiner Kar­riere 1390 Pflicht­spiele in der ersten Mann­schaft, 1005 davon in der eng­li­schen Liga. Eine Aus­wahl:

Lei­cester City: 286
Not­tingham Forest: 202
FC Sout­hampton: 188
Stoke City: 110
Leyton Orient: 9
Bolton Wan­de­rers: 1

Die meisten Tore
554 Treffer soll der Bra­si­lianer Artur Frie­den­reich erzielt haben, schreibt sein Bio­graf Alex­andre da Costa. Damit wäre Pelé wei­terhin der beste Tor­jäger aller Zeiten gewesen. Die Legende (und auch die Fifa-Sta­tistik) indes behauptet, Frie­den­reich sei der erfolg­reichste Stürmer aller Zeiten gewesen. Da ist von 1239 Spielen und 1329 Toren die Rede. Einigen kann man sich immerhin auf Frie­den­reichs wich­tigstes Tor: Er erzielt es im Jahr 1919 im Finale der Copa Ame­rica. Weil es zwi­schen Bra­si­lien und Uru­guay nach 90 Minuten 0:0 stand, wurde eine Ver­län­ge­rung von viermal 15 Minuten anbe­raumt. In der 150. Minute, der letzten Minute des Spiels, erzielte Frie­den­reich das 1:0 für Bra­si­lien. Später wurde dieses Tor zur Geburts­stunde des bra­si­lia­ni­schen Fuß­balls sti­li­siert.

Kür­zester Nach­name
Der Ruhm, ein Spieler der FC Bayern zu sein, währte nicht lange. Jürgen Ey bestritt gerade mal ein Bun­des­li­ga­spiel für die Mün­chener. Immerhin: Ey hielt lange den begehrten Rekord für den kür­zesten Nach­namen der Bun­des­liga – bis Demba Ba kam.

Der jüngste Spieler
Der jüngste Spieler, der in einem Län­der­spiel zum Ein­satz kam, ist der Togo­lese Sou­ley­mane Mamam. Beim Spiel gegen Sambia im Mai 2001 war er 13 Jahre und 310 Tage alt. Später zwei­felten einige Fach­leute dies an. Die Web­seite seines Klubs Royal Ant­werpen gibt etwa an, dass Mamam 1985 geboren sei. Er wäre damit in besagtem Spiel schon 15 Jahre und 310 Tage alt gewesen. Viel­leicht hilft ja die Methode, die Trainer Otto Pfister einmal vor­schlug, um das genaue Alter von Anthony Yeboah her­aus­zu­finden: Da hilft nur: Bein auf­sägen und Jah­res­ringe zählen.“

Das kür­zeste Spiel
Drei Minuten dau­erte die Partie zwi­schen den bul­ga­ri­schen Klubs PFC Chepinec und Pirin Blo­ago­ev­grad. Die Mann­schaft von Chepi­niec hatte so viele Aus­fälle zu beklagen, dass sie nur mit sieben Spie­lern ange­reist war. So ver­tei­digte man das eigene Tor mit sechs Feld­spie­lern und einem Tor­wart. Nach wenigen Minuten fiel den­noch das 1:0 für Blo­ago­ev­grad. Zudem ver­letzte sich ein wei­terer Spieler Chepinecs. Nach 180 Sekunden war dann Schluss.

Die meisten Gelben Karten
Josip Simunic erhielt im WM-Spiel zwi­schen Kroa­tien und Aus­tra­lien 2006 drei gelbe Karten. Die dritte bedeu­tete dann schließ­lich einen Platz­ver­weis. Schieds­richter Graham Poll hatte zuvor einen anderen Spieler auf­ge­schrieben. In seiner Auto­bio­grafie schrieb der Schieds­richter: Ich habe Simu­nics zweite Ver­war­nung auf­grund dessen aus­tra­li­schen Akzents irr­tüm­li­cher­weise dem aus­tra­li­schen Spieler mit der Rücken­nummer 3, Craig Moore, zuge­ordnet.“

Die längste Sie­ges­serie
Der Ham­burger SV blieb in 36 Spielen, vom 30. Januar 1982 bis zum 22. Januar 1983, unge­schlagen. Zwi­schen­zeit­lich gewann der HSV die Meis­ter­schaft und reiste mit dicken Son­nen­brillen und einer Spie­ler­frauen-Entou­rage in dicken Pelz­män­teln durch die Repu­blik. Jimmy Hartwig tönte vor jedem Spieltag: Schatz, kannst dir schon mal nen neuen Mantel von der Sieg­prämie kaufen. Wir gewinnen sowieso.“

Die engste Abschluss­ta­belle
Rumä­nien, Liga: Divizia C, Seria A VIII‑A, 1983/84
01.Muresul Deva (Auf) 53:33 38
02.UMT Tim­isoara 57:37 31
03.Mecanica Orastie 49:53 31
04.Minerul Paro­seni 41:46 31
05.Minerul Mol­dova-Noua 41:39 30
06.Minerul Sti­inta Vulcan 38:47 30
07.Metalul Bocsa 40:32 29
08.Dacia Orastie 58:50 29
09.Minerul Certej 48:47 29
10.Minerul Anina 46:48 29
11.Metalul Otelu-Rosu 38:40 29
12.Victoria Calan 35:37 29
13.Constructorul Tim­isoara 57:62 29
14.Minerul Ora­vita 39:45 29
15.Minerul Ghelar (Ab) 35:52 29
16.Minerul Ani­noasa (Ab) 32:39 28

Die höchste Nie­der­lage
Aus Pro­test gegen die Schieds­rich­ter­leis­tung schoss der Klub Stade Olym­pique l’E­myrne (Mada­gaskar) einst 149 Eigen­tore. Nach jedem Anstoß wurde der Ball direkt ins eigene Tor geschossen. Nutz­nießer war der Klub AS Adema, dessen Spieler in der Partie nicht einmal den Ball berührten. Die Folgen: Die Zuschauer pro­tes­tierten und ver­langten ihr Geld zurück. Zudem sperrte der mada­gas­ki­sche Fuß­ball­ver­band SOE-Trainer Zaka Be.

Der vizigste Meister

Michael Bal­lack wurde 2002 viermal Zweiter: Mit Bayer Lever­kusen wurde er hinter dem BVB Vize-Meister, verlor er das Cham­pions-League-Finale gegen Real Madrid und das DFB-Pokal-Finale gegen den FC Schalke 04. Außerdem wurde er bei der WM mit der deut­schen Natio­nal­mann­schaft Vize­welt­meister.