Für Fábio sollte es beson­ders werden, im schlimmsten Fall hätte es mit­tel­mäßig laufen können, aber tat­säch­lich wurde es einer der ver­mut­lich schlimmste Tage seiner Kar­riere. Das Debüt für seinen neuen Verein, den bra­si­lia­ni­schen Zweit­li­gisten Figuei­rense FC fei­erte der 38-jäh­rige Tor­wart-Rou­ti­nier gegen Boa Esporte.

Keine Gefahr

Fábios Schicksal beginnt in der 25. Spiel­mi­nute: Ein Frei­stoß von der Mit­tel­linie. Der Schütze pöhlt recht unbe­dacht in den leeren Straf­raum. Ein geg­ne­ri­scher Spieler kommt ange­laufen, auch Fábio zieht es aus dem Kasten, der Gegner ver­passt den Ball und Fábio springt in den unge­fähr­li­chen Schuss, hält rou­ti­niert. Eine sichere Parade, nicht der Rede wert. So wäre es ver­mut­lich in jedem anderen Spiel gelaufen.

Heute aber geht etwas gewaltig schief: Fábio läuft aus dem Kasten, der Gegner ver­passt den Ball und Fábio springt in den eigent­lich unge­fähr­li­chen Schuss, erwischt den vor ihm auf­kom­menden Ball aber nicht und kas­siert den wohl pein­lichsten Treffer seiner Lauf­bahn. So pein­lich, dass sein Ver­tei­diger Bruno Alves noch bevor der Ball hinter der Linie auf­kommt, ratlos mit den Schul­tern zuckt.

Kann es noch schlechter laufen?

Fábio sieht auch wei­terhin nicht beson­ders glück­lich aus, kas­siert in der ersten Hälfte noch einen Elfer zum 2:0 Pau­sen­stand. In der Kabine signa­li­siert der Tor­wart dem Trainer, er könne nicht wei­ter­ma­chen.

Er muss aus­ge­wech­selt werden, weil aus­ge­rechnet sein wich­tigstes Kör­per­teil ver­letzt ist: Die Ehre. Fábio hat schlicht und ergrei­fend keinen Bock mehr. Noch in der Halb­zeit-Pause macht sich der Tor­hüter, ohne ein wei­teres Wort, mit dem Taxi auf den Nach­hau­seweg.