Eugen Polanski wurde im pol­ni­schen Sos­no­wiec geboren und wuchs im rhei­ni­schen Viersen auf. Noch 2009 wollte Polanski, damals Kapitän der deut­schen U21, bei einem Spiel Deutsch­land-Polen der Löw-Elf die Daumen zu drü­cken. Heute sieht er das ein biss­chen anders, Polanski trat beim 1:0 gegen Geor­gien am 10. August 2011 für die pol­ni­sche Natio­nalelf an.

Grie­chen­lands Tor­jäger Theo­fanis Gekas, inzwi­schen bei Sam­s­un­spor in der ersten tür­ki­schen Liga gelandet, schaffte es wäh­rend seiner Zeit in Deutsch­land – und Gekas spielte immerhin sechs Jahre lang für den VfL Bochum, Bayer Lever­kusen, Hertha BSC und Ein­tracht Frank­furt – seine Deutsch­kennt­nisse auf einem Min­destmaß zu halten. Inter­views mit dem tor­ge­fähr­li­chen Steh­geiger waren denn auch Man­gel­ware. Erklä­rung des Voll­blut­profis: Ich werde fürs Tore­schießen bezahlt. Nicht fürs Reden.“

Igor Den­isov gilt als rus­si­scher Mark van Bommel“, weil er in einer Serie von Kei­le­reien auf und abseits des Platzes ver­wi­ckelt war. Mit Valery Karpin, dem Trainer von Spartak Moskau, lie­ferte er sich eine Schlä­gerei, die ihn 2008 den Platz im EM-Kader kos­tete. Auch mit seinem Fahr­lehrer schwang er einst die Fäuste, dazu kam es öfters zu Aus­ein­an­der­set­zungen mit Mit­spie­lern und Geschäfts­stellen-Mit­ar­bei­tern. Nicht zu seinem Rau­bei­ni­mage passt Den­i­sovs Hobby: Er ist ein guter Schach­spieler. Dar­über möchte er jedoch genauso wenig reden wie über seine zwei süd­afri­ka­ni­schen Pit­bulls: Den­isov gibt grund­sätz­lich keine Inter­views.

Unver­gessen das Bild des ver­heulten Pavel Nedved bei der Euro 2004. Nicht nur, dass Tsche­chiens bester Spieler im Halb­fi­nale mit einer Knie­ver­let­zung früh aus­ge­schieden war: Ohne ihn verlor der Mit­fa­vorit auf den Titel höchst unglück­lich mit 0:1 gegen Ottos grie­chi­sche Mau­rer­meister. Erst ein Jahr zuvor hatte Nedved das Cham­pions-League-Finale mit Juventus ver­passt, weil er sich in der Vor­schluss­runde eine Gelb­sperre ein­ge­fangen hatte. Trau­riger Kom­mentar des Tsche­chen: Halb­fi­nals liegen mir nicht.“