Seite 2: „Einige haben dieses Sneaker-Problem“

Was ist typisch für eine Fuß­baller­woh­nung? Feller muss nicht über­legen: die Rie­sen­glotze, die Spie­le­kon­sole und eine adäquate Couch­land­schaft. Ohne die kommt fast keiner aus, egal, ob er ein Zwei-Zimmer-Apart­ment oder eine rie­sige Villa bewohnt.

Einige haben auch dieses Sneaker-Pro­blem“, scherzt er, so dass ihn schon bei der Bege­hung manche Gattin begrüßte: Wun­dern Sie sich nicht, aber mein Mann hat mehr Schuhe als ich.“ Auch Base­ball­caps schleppen seine Männer oft kar­ton­weise aus den Woh­nungen.

Von Levante nach Seattle in drei Tagen

Bei seiner Bege­hung checkt Feller nicht nur die Dimen­sion des Haus­rats, er notiert auch Objekte, die eine beson­dere Hand­ha­bung benö­tigen. Der Profi von heute legt Wert auf hoch­wer­tige Aus­stat­tung. Und mit Schleif­lack“, so der Experte, muss man pfleg­lich umgehen.“

Weil Fel­lers Team auf jed­wede Even­tua­lität ein­ge­stellt ist, sind über die Jahre enge Bin­dungen zu Fuß­bal­lern ent­standen. Nikolai Müller hat er bereits sechs Mal umge­zogen – Rekord. Den größten Radius hatte Andreas Ivan­schitz mit bis­lang vier Umzügen um die halbe Welt. In der Regel dauert ein Ein­satz von Fel­lers Män­nern ein bis drei Tage: Ein­pa­cken, Trans­por­tieren, Aus­pa­cken – fertig! Als Ivan­schitz 2015 aus dem spa­ni­schen Levante in die MLS zu den Seattle Sounders wech­selte, war der Con­tainer mit dem Hausrat sechs Wochen auf dem Seeweg unter­wegs. Und als er an der US-West­küste anlegte, nahmen Fel­lers Leute die Sachen sicher in Emp­fang.