Seite 2: Hände weg von den Problemen!

Der DFB ver­mit­telt spiel­freien Regio­nal­li­gisten Test­spiele gegen eine Prämie. Und die finden das prima, könnte man nüch­tern sagen. Oder: Der DFB ver­folgt seine inter­na­tio­nale Expan­die­rungs­stra­tiegie und drückt den dar­benden Regio­nal­li­gisten die Pis­tole auf die Brust. Dass der Ver­band dieses Vor­haben mit einer Glät­tung der Spiel­pläne argu­men­tiert, ist dreist.

Sonst müssten wir uns noch mit Pro­blemen befassen

Natür­lich in einer Liga, aus der jeder Meister nur durch ein Nadelöhr ent­kommt und die für jeden über­re­gio­nalen Sponsor völlig unat­traktiv ist, sind 30.000 Euro gern gesehen. Da kommen Fan­ta­sie­spiele gegen chi­ne­si­sche Talente gerade recht. Sonst müssten noch Struk­turen ver­än­dert werden. Es ist wider­lich.

Immerhin: Schon jetzt dürfen sich Kri­tiker darauf freuen, wenn ein Auf­stiegs­kan­didat kurz vor Beginn der Rele­ga­ti­ons­spiele – noch so ein Thema, bei dem der DFB angeb­lich die volle Rücken­de­ckung der Ver­eine hat – bei einem Freund­schafts­spiel gegen die Gäste aus Fernost seinen Mit­tel­stürmer mit einem Fuß­bruch vom Platz trans­por­tiert. Oder in weiser Vor­aus­sicht seine zweite Mann­schaft auf­laufen lässt. Auf dem B‑Platz vor hand­ge­zählten 14 Zuschauern.

Kopf­schüt­teln in Pir­ma­sens

Pro­bleme, die der FK Pir­ma­sens übri­gens nicht hat. Weil die Regio­nal­liga Süd­west sich vor Beginn der letzten Saison wieder ver­klei­nern wollte, alle Rele­ga­ti­ons­spiele ver­loren gingen und mit Mainz II und FSV Frank­furt (insol­vent) zwei Absteiger hin­zu­kamen, stieg Pir­ma­sens in die Ober­liga ab. Als Sechst­letzter. Als 20. Mann­schaft einer Regio­nal­liga.

Wenige Tage später mel­dete Hessen Kassel Insol­venz an.