Wer haut wen um?
Werder will es auch in dieser Saison wieder wissen, klar, seit Ewig­keiten arbeiten sich die Bremer ja nun schon an diesem Thema ab. End­lich mal wieder den großen FC Bayern schlagen! Der letzte Sieg gegen den deut­schen Rekord­meister gelang im, blätter, blätter, blätter, warten Sie kurz, ähm, wo haben wir es, ah hier, ja: im Oktober 2006! Nächster Ver­such also an diesem Samstag, 15.30 Uhr, Weser­sta­dion. Aus den ver­gan­genen zehn Heim­spielen gegen die Mün­chener sprang (immerhin) ein Pünkt­chen raus, bei einem Tor­ver­hältnis von 5:28. Fünf zu ACHT­UND­ZWANZIG? Min­des­tens diese Quote will Robert Bauer wohl unbe­dingt ver­bes­sern: Der Ver­such, mit guten, harten Zwei­kämpfen Zei­chen zu setzen, ist gegen Bayern immer beson­ders wichtig“, sagt Bre­mens Abwehr­spieler also – und wir wissen nicht recht, ob an das Satz­ende nun ein Pünkt­chen gehören soll oder fünf Aus­ru­fe­zei­chen? Ein sol­ches Kampf­an­säg­chen hat Bay­erns Mit­tel­feld­monster Arturo Vidal aber wohl noch nie­mand gemacht.

Hilft nur noch beten?
Köln macht es vor. Der FC wird bereits zum vierten Mal gemeinsam mit seinen Anhän­gern vor dem ersten Heim­spiel der Saison einen eigenen Fan-Got­tes­dienst ver­an­stalten. Am heu­tigen Freitag um 17 Uhr steigt im Kölner Dom wieder die Andacht für alle Fuß­ball­freunde“. Halten alle Bremer aber wahr­schein­lich für ziem­lich über­trieben, Gegner, oder sollen wir besser schreiben Geg­ner­chen am Frei­tag­abend ist ja ledig­lich der Ham­burger SV. Und da wollen sie den lieben Gott schon um Hilfe bitten? Laut Stadt­de­chant Robert Kleine steht die Pforte aber auch für HSV-Fans offen. So herum macht die Ver­an­stal­tung dann viel­leicht wieder Sinn.

Wo wird es still?
Auch bei Wer­ders anderem Nord­ri­valen könnte etwas Bei­stand nicht schaden. In Han­nover bleibt es bei den Heim­spielen von 96 erst einmal still, die Unter­stüt­zung einiger Ultra-Gruppen fällt wegen der geplanten Ver­eins­über­nahme von Prä­si­dent Martin Kind am Sonntag gegen Schalke aus. Trainer André Brei­ten­reiter sieht in dieser Pro­test­form zwar einen Verrat: Die Mann­schaft kann nichts für die Pro­ble­ma­tiken.“ Doch hatte nicht Kind selbst vor ein paar Wochen der Bild“-Zeitung gesteckt, er plane die Zukunft in Han­nover sowieso ohne Ultras? Wir werden ver­su­chen, sie aus­zu­grenzen“, hatte der 96-Boss erklärt: Wir brau­chen die gar nicht.“

Wer macht den letzten Stich?
Letzte Hoff­nung der Bremer ruht also viel­leicht auf den Ent­de­ckungen eines gewissen Ingo Fro­böse. Der Pro­fessor der Deut­schen Sport­hoch­schule in Köln schlug diese Woche Alarm: Spieler mit fri­schen Täto­wie­rungen hätten Leis­tungs­ein­bußen von bis zu fünf Pro­zent. 70 Pro­zent der Tinte gelange in die Blut­bahn. Die Rege­ne­ra­tion leide dar­unter. Man könne nicht mehr richtig schwitzen. Ich würde Täto­wie­rungen ver­bieten“, bilan­ziert des­halb Fro­böse. Schaut man den Kader der Bayern durch, ent­deckt man kaum einen Spieler ohne Stich. Sparen wir an dieser Stelle aber mit einem Aus­ru­fe­zei­chen. Dann lässt sich Arturo Vidal viel­leicht noch das Kon­terfei von Robert Bauer auf den großen Zeh ste­chen – und bleibt gegen Bremen ansonsten blass.