Seite 2: Erstklassig zweitklassig

Was aber ist das Erfolgs­re­zept des Por­tu­giesen? Wie konnte er Morei­rense, Madeira, Por­ti­mo­nense und viele andere glei­cher­maßen zum Erfolg führen? Oft in nicht mehr als einem Jahr, unter ihnen hoff­nungs­lose Fälle wie Despor­tivo de Chaves, die 17 Jahre keine Erst­li­g­aluft geschnup­pert hatten.

Oli­veira sagt, er habe da kein Geheim­re­zept. Seinen Auf­stieg im letzten Jahr kom­men­tierte er gar mit den Worten: Manchmal hat das nichts mit Kom­pe­tenz zu tun, son­dern mit den gege­benen Bedin­gungen.“

Sin­nes­wandel in Por­ti­mo­nense?

Selbst erst­klassig zu werden, war nie sein Ding. Nur drei Jahre seiner Trainer-Lauf­bahn arbei­tete er in der obersten Spiel­klasse, meist wech­selt er nach einem gelun­genen Auf­stieg direkt zu einem anderen Zweit­li­gisten.

Das könnte sich mit Por­ti­mo­nense aller­dings ändern. Am Rande der Auf­stiegs­feier über­raschte Oli­veira mit der Aus­sage, dass – wenn beide Seiten Inter­esse hätten – sich sicher eine Lösung für die gemein­same Zukunft finden ließe.

Gute Gründe, in der zweiten Liga zu bleiben

Würde das geschehen sähe sich Oli­veira mit einem Dilemma kon­fron­tiert: Aus der ersten Liga kann er nicht auf­steigen. Und einen guter Grund, in der zweiten Liga zu bleiben, lie­ferte der Trainer vor einiger Zeit selbst. In einem Inter­view sagte er, beim Fuß­ball gehe es ums Gewinnen und in der zweiten Liga ist die Wahr­schein­lich­keit größer, öfter zu gewinnen.“ 

Egal für was sich Vítor Oli­veira aller­dings ent­scheidet, als Rentner im Fein­ripp wird man ihn an der Pro­me­nade in Por­timão so schnell wohl nicht antreffen.