Seite 2: Er ist wieder da!

Danke, Hanke!
Er ist wieder da! Wir haben in dieser Rubrik schon dar­über berichtet, dass Ex-Bun­des­li­ga­spieler Mike Hanke jetzt für seinen Jugend­verein TuS Wie­scher­höfen auf Tore­jagd geht. Sein erstes Spiel hätte jedem Dreh­buch-Autor Tränen in die Augen getrieben. Früh lag der TuS in der Lan­des­liga-Partie gegen SW Wat­ten­scheid zurück. Hanke sollte in seinem ersten Ein­satz eigent­lich zur 60. Minute vom Platz gehen, aber ihn packt der Ehr­geiz. Bis zum Schluss kämpft der TuS um den Aus­gleich. Die Nach­spiel­zeit ist schon ange­bro­chen, da kommt noch­mals ein Ball von rechts rein. Hanke geht auf den kurzen Pfosten und köpft. Ein mar­kerschüt­ternder Schrei aus 400 Kehlen. Der Ball schlägt ziel­genau im langen Eck ein. Ein Zuschauer sagt nach dem Spiel die weisen Worte: Ich habe damit gerechnet, aber nicht mehr dran geglaubt.“ Hanke wid­mete sich nach dem späten 1:1‑Ausgleich erstmal den wesent­li­chen Dingen im Ama­teur­fuß­ball: Wir trinken jetzt erstmal ein Unent­schieden-Bier­chen.“

Rit­schie“ macht weiter
Für jede Ama­teur­mann­schaft ist neben einer spiel­fä­higen Mann­schaft und aus­rei­chend Bier im Ver­eins­heim vor allem eines wichtig: ein guter Kon­takt zum Ver­band. Sitzt dort ein fähiger Mann, erleich­tert das den Spiel­be­trieb unge­mein. Richard Sedl­maier ist so einer. Mit 67 Jahren denkt er noch lange nicht ans Auf­hören, obwohl er 2014 nach einem Herz­in­farkt seinen Arzt fragte, ob er noch wei­ter­ma­chen könne: Er riet mir sogar dazu. Es tut meiner Seele gut.“ Also macht Richard Sedl­maier, von allen nur Rit­schie“ genannt, weiter. Dabei hat er auch immer eine offenes Ohr für die kleinen und großen Pro­bleme der Ver­eine: Wenn es um die Spiel­ver­le­gung wegen eines Mai­baum­auf­stel­lens ging – ich war, so weit mög­lich, immer da.“ 

Schiri, da war nichts.“
Es gibt viele Wege, Punkte für sein Karma zu sam­meln: alten Frauen über die Straße helfen, Kin­der­wägen in Stra­ßen­bahnen heben oder einem Kumpel die vor 5 Jahren geborgte Metal­lica-CD tat­säch­lich zurück­geben (Ja Olli, ich meine dich!). Beim Esch­weiler Lokal­derby zwi­schen dem SC Berger Preuß II und dem SV Falke Berg­rath wurde ein wei­terer Weg pro­biert und er zahlte sich prompt aus. In einem hit­zigen Spiel wurde den Gästen ein Elf­meter zuge­spro­chen. Auch ohne Video­as­sis­tenten erkannte jeder im Sta­dion, dass es sich hierbei um eine Fehl­ent­schei­dung han­delte. Yanik Wiese zögerte nicht lange und ging als ver­meint­lich Gefoulter zum Schieds­richter und gab zu: Schiri, da war nichts.“ Deut­lich ver­nahm man im Sta­dion das Rat­tern seines Kar­ma­kon­to­zäh­lers und Elf­meter wurde zurück­ge­nommen. Das Spiel gewann Berg­rath übri­gens noch mit 5:2. Yanik Wiese erzielte drei Tore. Karma, Baby!