Michael Gre­go­ritsch / Mat­thias Ost­rzolek

Dass der HSV in dieser Saison noch mal ein Spiel gewinnen würde, schien lange Zeit ähn­lich wahr­schein­lich als würde Dirk Bach ins Mode­ra­ti­ons­team von Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ zurück­kehren. Aber dann fand Michael Gre­go­ritsch seine Form und Mat­thias Ost­rzolek seine Tor­ge­fahr, wahr­schein­lich gut ver­steckt irgendwo im Kon­so­nanten-Wust seines Nach­na­mens, und gemeinsam schossen sie den HSV aus der Krise. Nach fünf Punkten aus den letzten drei Spielen hat der HSV nun wieder Anschluss ans ret­tende Ufer, und wie heißt es so schön: Tot­ge­sagte leben länger. Naja, bis auf Dirk B…, ach, lassen wir das.

Timo Werner

Glück­wunsch an Timo Werner, der im Top­spiel am Samstag das Kunst­stück schaffte, den unsym­pa­thischsten Verein der Welt noch ein Stück unsym­pa­thi­scher zu machen. Mit einer Schwalbe, für die sich selbst Andy Möller ver­schämt abge­wendet hätte, brachte Werner den fuß­ball­spie­lenden Wer­be­träger aus der Nähe von Salz­burg gegen Schalke 04 bereits nach wenigen Sekunden auf die Sie­ger­straße. Natür­lich nicht ohne das ergau­nerte Tor stil­si­cher abzu­feiern und die Schwalbe mit hane­bü­chenen Aus­reden im Inter­view nach dem Spiel zu gar­nieren. Starker Auf­tritt.

Ralf Rang­nick

Wenn sich Ralf Rang­nick von seiner anstren­genden Tätig­keit als Toten­gräber des deut­schen Fuß­balls erholen möchte, ent­spannt er gerne bei zwei, drei Sätzen Bull­shit. So etwa sein: Ich bleibe dabei, es war keine Schwalbe“ noch am Fol­getag von Timo Wer­ners Schwalbe. Aber gut, viel­leicht hat er ja Recht: Wer­ners Schwalbe war ja fast schon eher ein Pro­totyp einer Schwalbe als eine Schwalbe selber. 

Sandro Wagner

Wir wissen nicht sicher, ob Jogi Löw die 11 des Spiel­tags liest, wahr­schein­lich aber schon. Also, Herr Löw, an dieser Stelle sei nochmal darauf hin­ge­wiesen, dass Sandro Wagner der­zeit der beste deut­sche Stürmer ist und der Natio­nal­mann­schaft nicht nur mit seinen Toren helfen, son­dern dank seiner Robot-Dance-Skills auch kniff­lige Situa­tionen und enge Spiele mit einem Dance-Off zugunsten der Natio­nal­mann­schaft ent­scheiden könnte. Also: Nomi­nieren Sie den Mann. 

Dietmar Hopp

Schlechte Laune trotz des 4:0‑Siegs gab es im schönen Sins­heim, wo TSG-Mäzen Dietmar Hopp sich nach langer Zeit mal wieder Gesänge bezüg­lich der Berufs­wahl seiner Mutter anhören musste. Ärger­lich. Warum Hopp, seines Zei­chens immerhin als IT-Inno­vator reich geworden, noch keine trag­bare Schall­ka­none für den spon­tanen Hand­ge­brauch hat fabri­zieren lassen, erschließt sich uns aller­dings nicht.