Seite 2: Der Rockstar aus Hamburg

Und dann ist da noch einer, der in die rie­sigen Fuß­stapfen vom Bomber der Nation“ trat, zumin­dest spielte auch er – wie einst Gerd Müller – bei den Fort Lau­derdale Stri­kers. Aller­dings ist er auch einer von diesen Stür­mern, die es in der Zweiten Liga zu anspre­chenden Leis­tungen und Tor­quoten geschafft haben, aber warum auch immer diese Leis­tung nicht in der höheren Spiel­klasse bestä­tigen konnten.

Seine Vita umfasst fast 450 Spiele in denen er 168 Mal netzte, eine sehr beein­dru­ckende Zahl, aller­dings gelangen ihm in der Bun­des­liga bei 77 Ein­sätze nur magere sechs Tore.

Der Himmel soll plü­schig sein“

Der Junge aus’m Pott fand über Sta­tionen bei Duis­burg, Wat­ten­scheid (die älteren unter uns erin­nern sich sicher noch an diesen Zweit­li­gisten), Duis­burg, Köln und Aachen im Hohen Norden seine zweite Heimat beim FC. St. Pauli. Über fünf Jahre ließ er hier sein ganzes Können auf­blitzen. Seinem unge­wöhn­li­chen Wunsch zum Abschied („Der Himmel soll plü­schig sein“) folgten die Fans unter der Toten­kopf­fahne und so reg­nete es nach seinem letzten Spiel am Mil­l­erntor unzäh­lige Ted­dy­bären von den Tri­bünen.

Obwohl er seine Pro­fi­kar­riere an den Nagel hing, ging es für ihn auf dem grünen Rasen noch weiter, kurz kickte er in der Lan­des­liga Ham­burg, bevor es Ihn, wie bereits oben erwähnt, in die USA zog. Die fri­sche Brise Ham­burgs schien er aber ver­misst zu haben, so kehrte er schon nach einem halben Jahr zurück. Aktuell spielt er in der fünften Liga für den SC Vic­toria Ham­burg.

Eben noch Fuß­ball­profi, jetzt schon Bei­nahe-Rock­star

So weit, so gewöhn­lich. Der Stürmer spielte in den ver­gan­genen Monaten aber nicht nur unter­klassig Fuß­ball, son­dern ging auch außer­ge­wöhn­liche Wege. So lebte er den Traum eines jeden jungen Mannes: er wurde Rock­star – ohne musi­sches Talent. Wie das geht? Ganz ein­fach: Er unter­stützte die Ham­burger Band Mont­real“ als Roadie. Ein biss­chen Gitarren schleppen, Bandbus packen und natür­lich – im Ama­teur­fuss­ball pro­fes­sio­na­li­siert – kühle Getränke anrei­chen. Inzwi­schen küm­mert er sich um die Theke – nein, nicht die einer Kneipe, son­dern seines Kla­mot­ten­la­dens in Ham­burg.

Wahn­sinn: Marius Ebbers.

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