Jadon Sancho
Weil ein nor­maler Text unsere Gefühle für Jadon San­chos Ball­a­nahme mit der Hacke vor dem Dort­munder 3:0 gegen Lever­kusen nicht ange­messen in Worte fassen würde, hier ein kleines Gedicht:
Rosen sind rot,
man findet sie im Garten
Die Ball­an­nahme von Sancho
möchten wir, wenn mög­lich, hei­raten

Sven Bender
Acht Jahre hat Sven Bender für Borussia Dort­mund gespielt, sich wäh­rend­dessen 38.572 Kno­chen gebro­chen (geschätzt) und ganz offenbar sämt­liche Herzen der Süd­tri­büne erobert. Nach der 0:4‑Klatsche mit seinem neuen Klub Lever­kusen wurde Bender näm­lich minu­ten­lang von der gesamten Süd­tri­büne gefeiert, wäh­rend die aktu­ellen BVB-Spieler ver­schmäht wurden. Wir hoffen inständig, dass der Mann sich dabei nicht die Gän­se­haut gebro­chen hat.

Marco Reus
Weil wir ansonsten Gefahr laufen, dass das Internet vor lauter Lob über­quillt, hier der stich­wort­ar­tige Arbeits­nach­weis von Marco Reus aus dem Spiel gegen Lever­kusen:
– Voll­ri­siko-Vol­leytor, was zunächst das kom­plette Sta­dion über­ko­chen ließ und dann nur ob des ver­fluchten Video­be­weises aberkannt wurde
- trotzdem wei­ter­ge­spielt, statt nach Köln zu sprinten, um dort in dem ver­fluchten Video­ka­buff alles kurz und klein zu knüp­peln
- pie­tät­voll gegen die bemit­lei­dens­werten Lever­ku­sener Kon­kur­renten“ einen Elf­meter ver­schossen“
- lieber aus dem Spiel heraus das 2:0 gemacht
- sich Erste-Reihe-Tickets bei der Ball­an­nahme von Sancho gesi­chert
- auch noch das 4:0 gemacht
- sogar per Kopf
- danach (hof­fent­lich) mit gül­tigem (oder zumin­dest nicht ohne gül­tigen) Füh­rer­schein nach Hause gefahren
- sich bei all seinen Hel­den­taten keinen Muskel gezerrt

Lewis Holtby
Wir sind uns nicht sicher, wann genau Lewis Holtby auf Mecha­niker umge­schult hat, aber: Der Mann schraubt der­zeit am größten Come­back der Sport­ge­schichte. Bezie­hungs­weise am größten Come­back der Sport­ge­schichte, seit Mar­celo Diaz per Frei­stoß beim KSC traf. Was sich in Zahlen so liest: Mit drei Toren in den ver­gan­genen vier Spielen bescherte Holtby dem HSV sieben Punkte und holte die Hoff­nung zurück in den Norden. Auch, weil er am Samstag Frei­burg nach einer der­maßen her­aus­ra­genden Rechts-Links-Kom­bi­na­tion den Ste­cker zog, dass er plötz­lich auch als größte Hoff­nung des deut­schen Ama­teur­bo­xens gilt. Außerdem? Spuckt er via Presse Kampf­an­sagen in Rich­tung Kon­kur­renz. So viel Mut hätten wir uns viel früher vom HSV gewünscht.

Davie Selke
An dieser Stelle herz­li­chen Glück­wunsch zur bestan­denen Segel­flieger-Prü­fung, Davie Selke. In der 58. Minute des Spiels Ein­tracht Frank­furt gegen Hertha BSC hob Selke in einem Mini-Zwei­kampf gegen Makoto Hasebe gekonnt ab, segelte eine Runde durch den Frank­furter Straf­raum und lan­dete anschlie­ßend so per­fekt, dass es nicht nur Elf­meter gab, son­dern Schieds­richter Sascha Ste­ge­mann, anschei­nend Hobby-Segel­flieger, sich die Szene noch mal auf dem VAR-Bild­schirm ansehen wollte. Schön. 

Makoto Hasebe
Frank­furts Makoto Hasebe ist ein cle­verer Typ. So clever, dass er in seiner japa­ni­schen Heimat sogar ein Buch geschrieben hat. Es heißt: Die Ord­nung der Seele – 56 Gewohn­heiten, den Sieg zu erringen“. Ob eine dieser Gewohn­heiten ist, seinem Gegner volle Möhre in die Fresse zu schlagen, wissen wir nicht, da es eine deut­sche Über­set­zung des Werks noch nicht gibt. Nach Hasebes üblem Ell­bo­gen­schlag gegen Her­thas Davie Selke, der eine Gehirn­er­schüt­te­rung und Joch­bein­prel­lung davon­trug, scheint dies aber zumin­dest mög­lich.

Chris­toph Kramer
Für jemanden, der andau­ernd Ellen­bogen mit seinem Schädel fängt, ist Chris­toph Kramer erstaun­lich clever. Was er am Freitag mal wieder bewies. Da erwischte er die Wolfs­burger Abwehr mit seinem lis­tigen Frei­stoß derart kalt, dass in Olaf Rebbe Gerüchten zu Folge nach dem Spiel als Kli­ma­an­lage für seinen Touareg ver­pflichten wollte. Aber weil Kramer nicht blöde ist und genau weiß, dass Rebbe seinen Dienst­wagen bald abgeben muss, machte er auch in dieser Situa­tion alles richtig. Und sagte ab. Kom­pli­ment für so viel Köpf­chen.

RB Leipzig
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Thomas Müller
Wäre Thomas Müller eine Aktie, hätten viele Banker sie vor ein paar Monaten abge­stoßen. Wes­halb sie sich spä­tes­tens im Früh­ling 2018, also quasi jetzt, grün und blau ärgern würden. Weil Thomas Müller end­lich wieder per­formt. Gar so über­zeu­gend, dass Detlev D“ Soost seit Wochen ver­zwei­felt durch Mün­chen irrt und Recall“ schreit. Unter der Woche drei Tore im Pokal­halb­fi­nale, dieses Wochen­ende ein Tor und eine Vor­lage in nur einer Halb­zeit gegen Han­nover. Falls sie es also irgendwo schlot­tern hören: Das sind die Knie von Sergio Ramos. Und, noch besser: Bald ist WM.

Nils Petersen
Bisher duel­lierte sich Nils Petersen gewis­sen­haft mit Meister Proper um den Titel als erfolg­reichster Sau­ber­mann der Welt. Natür­lich sport­lich fair und ohne schmut­zige Tricks. Aber, und dazu gra­tu­lieren wir dem Frei­burger recht herz­lich, diese Zeiten sind vorbei. Denn am Samstag war Petersen nach der Nie­der­lage in Ham­burg so sauer, dass er im Kabi­nen­gang rum­pö­belte. Und sogar richtig gemein wurde: Hof­fent­lich steigen die ab“, rief Petersen. Und meinte damit wahr­schein­lich nicht seine Mit­spieler! Will heißen: Neben Streich gibt es end­lich einen zweiten Aggres­siv­ling in Süd­baden. Im Abstiegs­kampf zwei­fellos eine gute Nach­richt.

Marcel Risse
Immerhin: Wenn der 1.FC Köln absteigt, und danach sieht es ja aus, muss zumin­dest Marcel Risse nicht den Gang in die Zweite Liga gehen. Er kann auch ganz ein­fach an die Uni Köln wech­seln und im Fach Physik über die völlig unmög­liche Flug­kurve seines Frei­stoßes zum 2:2 pro­mo­vieren.