Manuel Baum? Echt jetzt?
Wir sind auch über­rascht. Aber auf den zweiten Blick macht das Enga­ge­ment durchaus Sinn. Schließ­lich bringt Baum die nötige Emo­tio­na­lität mit, um ein ohnehin schon schwer ange­schla­genes Umfeld end­gültig in die Gleich­gül­tig­keit zu sedieren. Nie­der­lagen wie das 0:9 am kom­menden Wochen­ende in Leipzig sind dann leichter zu ertragen. Es han­delt sich im wei­testen Sinne also um emo­tio­nale Ster­be­hilfe für die Schalke-Fans.

Hinzu kommt, dass Baum bereits beim FC Augs­burg bewiesen hat, dass er bei einem unauf­fäl­ligen Graue-Maus-Klub des unteren Bun­des­li­ga­mit­tel­felds mit einem Res­ter­am­pen­kader anderer, unwe­sent­lich bes­serer Ver­eine mäßig erfolg­reich sein kann. In der aktu­ellen Schalker Situa­tion wäre das eine absolut posi­tive Ent­wick­lung und ein loh­nens­wertes Sai­son­ziel.

Moment, der Nübel hat schon zwei Titel geholt? Wie gut ist der denn?
Sehr gut sogar. Nachdem Nübel letzte Woche den Uefa Supercup gewinnen konnte, gewann er ges­tern den Supercup gegen Dort­mund. Auf der Tom-Starke-Skala ist das eine solide 1,8, mit einem guten Dreier-Quo­ti­enten in der Ulreich-Ratio. Sollte Nübel den Klub noch vor Trans­fer­schluss ver­lassen, was ja nach sechs Wochen bei den Bayern absolut Sinn machen würde, würde folg­lich auch sein Lukas-Raeder-Index steigen, wäh­rend die Maxi­mi­lian-Ried­müller-Kurve gleich­blei­bend ren­singt. Nimmt man davon dann den Wes­sels mal Scheuer zum Qua­drat, ist Nübels Wert sogar jen­seits eines Ivan Lucic. Das hat seit Pepe Reina keiner mehr geschafft.

Ohne Scheiß? Der Baum?
Ja.

Echt?
Jaha.