Seite 2: Blitzmeister vom Polarkreis

Das Jahr 2020 soll für Lode ein ganz beson­ders werden. Nicht nur weil das Coro­na­virus die Welt auf den Kopf stellt und die Fans aus den Sta­dien ver­bannt, son­dern viel­mehr, weil es Erfolge für Lode bringt, von denen er nicht mal zu träumen wagte.

Marius Lode ist fester Bestand­teil einer Mann­schaft, die ganz Nor­wegen begeis­tert. Mit blitz­schnellen Kom­bi­na­tionen und einem Offen­siv­fuß­ball, den die meisten Nor­weger nur aus den besten Ligen Europas kennen, rau­schen die Gelb-Schwarzen zur Meis­ter­schaft und stellen mit 103 Tref­fern einen neuen Tor­re­kord auf. Alles gelingt. Auch Lode fällt plötz­lich sogar auf. Im Spiel gegen Kris­ti­an­sund schweißt er den Ball nach einer Ecke aus der Distanz in den Winkel. Seine Mit­spieler bli­cken ihn ungläubig an, so als könnten sie es kaum fassen, dass dieser solide Innen­ver­tei­diger zu solch spek­ta­ku­lären Aktionen in der Lage ist.

Die grö­ßere Sen­sa­tion folgt erst noch

Die noch grö­ßere Sen­sa­tion gelingt Bodø/​Glimt in der dar­auf­fol­genden Saison. Trotz der Abgänge der Leis­tungs­träger Philip Zincker­nagel, Jens Petter Hauge und Kasper Junker (zusammen 60 Tore und 35 Assists in der Meis­ter­saison) ver­tei­digen die Männer vom Polar­kreis erfolg­reich den Titel. In der Europa Con­fe­rence League über­stehen sie mit zwölf Punkten die Grup­pen­phase, fegen sogar mit 6:1 über AS Rom hinweg. Fast immer als Stamm­kraft und Leis­tungs­träger auf dem Platz: Marius Lode. Seit März 2021 ist er nor­we­gi­scher Natio­nal­spieler.

Nun, mit 28 Jahren, wagt er den Schritt ins Aus­land. Beim FC Schalke 04 soll er die Mög­lich­keiten in der Defen­sive erwei­tern und damit zur Rück­kehr in die Bun­des­liga bei­tragen. Mit Auf­stiegen kennt sich Marius Lode schließ­lich aus. Mit sehr steilen sogar.