Als Jugend­trainer und Coach der zweiten Bayern-Mann­schaft habe ich viele Profis schon in jungen Jahren erlebt, etwa Sammy Kuf­four oder Didi Hamann. Bei Philipp Lahm war vieles anders. Ich trai-nierte ihn erst­mals, als er seine zweite Saison in der A‑Jugend des FC Bayern spielte, und wer mich kennt, weiß, dass ich kein Schwärmer bin, keiner, der mit Lob um sich schmeißt.



Doch wie selten zuvor wusste ich schon nach dem ersten Spiel von Philipp: der ist etwas ganz Beson­deres. Wir spielten gegen Burg­hausen und Philipp machte über­haupt keine Fehler, er gewann jeden Zwei­kampf und spielte alle Pässe so schlau, dass seine Mit­spieler sie pro­blemlos ver­ar­beiten konnten.

Leider war damals kein Platz in der ersten Elf des FC Bayern, also lud ich ein paar Bun­des­liga-Trainer ein – und bekam zahl­reiche Absagen. Einige wollten sogar ihr Fahr­geld zurück­haben, weil sie extra nach Mün­chen gekommen waren. Philipp selbst wusste bereits damals, mit 17 Jahren, wie gut er war; der war nie nervös.

Und letzt­lich ist ja alles so gekommen, wie es kommen musste. Philipp ist Stamm­spieler bei Bayern und wird vom FC Bar­ce­lona umworben. Zu Recht! Denn auch die letzte Saison war, nun ja, ganz ordent­lich.