Seite 2: Ein Exempel für den Fußball

Seit über zehn Spiel­tagen ist die Mann­schaft aus dem Osten Ber­lins sieglos. Doch Mit­scher­lich hat ein absolut reines Gewissen: Das war die rich­tige Ent­schei­dung. Und viel­leicht hat es auch der Fuß­ball­gott gesehen und hilft uns mit etwas mehr Glück in den nächsten Spielen.“ Auch für Timo Werner hatte der 33-jäh­rige Spie­ler­trainer ein paar Punkte übrig.

Auf fupa​.net echauf­fierte sich Mit­scher­lich beson­ders über einen Aspekt: Am schlimmsten ist für mich, dass er dann den Elf­meter auch noch selbst schießt. Er ist noch sehr jung. Mit so einer Fair Play-Aktion hätte er zum Held werden können. So ist es sehr schade. Wenn er es gestanden hätte, wären sicher alle Zei­tungen voll davon und für alle wäre es ein gutes Bei­spiel gewesen.“ Werner habe viel­leicht ein Tor geschossen, aber auch eine große Chance vertan. 

Fair­play bedeutet Ano­malie

Mit­scher­lichs Aktion erin­nert an das Jahr 2012, als Miroslav Klose für Lazio Rom ein Tor gegen den SSC Neapel erzielte und den Schieds­richter darauf hin­wies, dass er es mit der Hand erzielt habe. Der Gegner, die Medien – alle ver­neigten sich vor Klose mit Lob. Die Gazzetta dello Sport“ schrieb, Klose sei in einer von Wett­skan­dalen erschüt­terten Liga eine Ano­malie“ . 

Normal bedeutet im heu­tigen Fuß­ball­ge­schäft vor allem, clever zu sein. Mit­scher­lich kann dem nichts abge­winnen. Dass Profis eine Schwalbe erst nach Spiel zugeben würden, bringe rein gar nichts. Wenn sie dann auch noch so tun, als wäre Betrug nur eine andere Bezeich­nung für Cle­ver­ness, dann haben wir ein Pro­blem“, so Mit­scher­lich.