18 oder mehr Tore in der letzten Saison haben auf­ge­legt: Mesut Özil, Luis Suarez, Hulk, Lionel Messi, Neymar, Angel Di Maria und Hen­rikh Mkhi­ta­ryan. Außerdem noch: Flo­rian Kainz. Mit 19 Assists steht er sogar auf Rang zwei dieser kleinen Welt­aus­wahl, für einen Platz im öster­rei­chi­schen EM-Kader reichte es trotzdem nicht. Wer Kainz im letzten Jahr und dann die Ösis in Frank­reich spielen sah, zu Emo­tio­na­lität neigt und sowieso gerne mit dem Schicksal hadert, richte an dieser Stelle die Faust gen Himmel und schreie: WARUM?“

Stark im Dribb­ling, gefäl­liger Kom­bi­na­ti­ons­spieler, vari­an­ten­reich und beid­beinig“, das sagt Flo­rian Kainz über Flo­rian Kainz auf’m Platz. Qua­li­täten, die sein neuer Klub Werder Bremen nach rum­pe­ligen Jahren im Tabel­len­keller drin­gend benö­tigt. Ähn­lich wie Robben, nur spie­gel­ver­kehrt, zieht er gerne mit Ball am Fuß nach innen, anders als der Hol­länder mag er seine Mit­spieler aller­dings fast zu sehr. Ich freue mich immer, wenn ich einen Assist lie­fern kann. Aber ich muss noch öfter selbst zum Abschluss kommen.“ 


3,5 Mil­lionen Euro Ablöse


Geboren und auf­ge­wachsen ist der Links­außen in Graz, nachdem der Hype und Druck in seiner Hei­mat­stadt bei Sturm Graz zu groß wurde, ging er für zwei Jahre zu Rapid Wien. Dort dann im letzten Jahr die besagte Flut an Assists – und dar­aufhin das Angebot von Werder. Jetzt erfüllt sich Kainz den Traum von der Bun­des­liga, 3,5 Mil­lionen Euro über­weisen die Bremer ins Nach­bar­land.

Die Hoff­nung, dass der 23-Jäh­rige seinen Stil im nächsten Jahr ein­bringen kann, sind groß an der Weser. Denn die Erfah­rungen mit Män­nern aus Öster­reich sind – Pezzey, Herzog, Junu­zovic – gut. Außerdem lässt sich der Mann kultig ver­markten: Kaufst du dir dieses Jahr ein Pizarro-Trikot? Nö. Ich kauf mir Kainz.