Stern­kopf, Effen­berg, Was­smer: Die Neun­ziger brachten so man­ches Fri­su­ren­wunder ans Licht der Öffentlickeit. Doch nicht nur die Haare leuch­teten damals knallig grell. Auch mode­tech­nisch leis­teten sich die Kicker ein paar Extra­va­ganzen. Da wurde der Leder­slipper noch ver­ehrt, der Frot­te­ba­de­mantel vor der Aus­wärts­fahrt gestrie­gelt und der Handfön pflicht­be­wusst auf seine Funk­tio­na­lität geprüft.



Wir wün­schen uns die Zeit zurück, in der knappe Shorts und Schul­ter­polster noch ein Zei­chen von Ele­ganz waren, Rad­ler­hosen und Nasen­pflaster in jede Sport­ta­schen gehörten und Was­serski sowie ein gepflegte Segel­törn zum nor­malen Frei­zeit­aus­gleich zählten. Wie viele Haar­spray-Firmen seitdem in die Pleite rutschten, kann nie­mand mehr nach­voll­ziehen. Doch wir wissen eins: Mit mehr Stern­kopfs, Effen­bergs und Was­s­mers, wären sie alle noch da. Was bleibt, sind Stille Zeugen eines Jahr­zehnt, in dem Fuß­ball zum Pop und Effen­berg zum Tiger wurde.