Der Mil­li­ardär Alex­ander Jaros­law­skij, genannt Der König von Charkow“, ist einer der reichsten Men­schen in Ost­eu­ropa. Der Olig­arch steuert Dut­zende von Unter­nehmen, hat Anteile an vielen Banken und einen Fuß­ball­club: Meta­list-Charkow“. Als Haupt­sponsor ist er auch für die EURO 2012 mit­ver­ant­wort­lich und kennt natür­lich die füh­renden Poli­tiker der Ukraine bes­tens. Das pol­ni­sche Film­team emp­fängt er in seiner 25-Hektar großen Pri­vat­re­si­denz. Eine große Aus­nahme, denn er weiß: Geld mag Stille“.

In Zusam­men­ar­beit mit 11mm – Inter­na­tio­nales Fuß­ball­film­fes­tival.

King of Kharkov (Król Char­kowa) 

Polen 2011, Regie: Bar­bara Wlod­ar­czyk, 25 min., Doku­men­tar­film, engl. OV

Mudaky. Ara­besky“ (dt.: Deppen. Ara­besken“) ist eine Reihe von 19 Kurz­filmen. Jeder ein­zelne erzählt von einem Helden der ukrai­ni­schen Gegen­wart. Er geht stets den fal­schen Weg und setzt seine Kräfte hart­nä­ckig, aber leider erfolglos, gegen die all­täg­liche Eitel­keit ein. Das erfolg­reiche Kino­pro­jekt wurde in der Ukraine als cine­as­ti­scher Durch­bruch gefeiert.

Totem“ ist eine Jugend­in­itia­tive der Stadt Kherson, die u.a. in den Berei­chen Film, Per­for­mances und Fes­ti­vals aktiv ist. Totem“ ver­eint und unter­stützt unab­hän­gige Fil­me­ma­cher, die nach neuen, expe­ri­men­tellen, visu­ellen Formen der Selbst­dar­stel­lung suchen.

Im Rahmen des ukrai­nisch-fran­zö­si­schen Tags der Robert Bosch Stif­tung prä­sen­tieren wir ukrai­ni­sche und fran­zö­si­sche Kurz­filme:

Haram

Mathieu will zum Islam kon­ver­tieren, um seine Freundin Leila hei­raten zu können. Hierfür muss er die wesent­li­chen Grund­züge der Reli­gion lernen, was ihm Schwie­rig­keiten bereitet. Bis zu dem Moment, in dem sein Lehrer beginnt, ein Fuß­ball­feld auf die Tafel zu zeichnen!

Frank­reich 2011, Regie: Benoit Martin, 11 min.

Coach

Ein ehe­ma­liger Fuß­ball­trainer hat die Lust am Leben ver­loren. Doch findet ein allzu auf­dring­li­cher Ball den Weg in sein Wohn­zimmer und bear­beitet ihn, bis er einen Weg aus seiner Ein­sam­keit findet.

Ukraine 2009, Regie: Nikita Rat­nikov, 8 min .

Refait

Refait“ ist ein Remake des Fuß­ball-WM-Spiels Frank­reich gegen Deutsch­land (Sevilla, 1982). Jedes Detail der letzten 15 Minuten des Spiels wird sorg­fältig nach­ge­stellt: Spieler, Posi­tionen, Gesten, die Tragik etc. Die tra­di­tio­nelle Spiel­um­ge­bung wird dabei in ein städ­ti­sches Umfeld über­tragen. Ein Mix von Ori­gi­nal­kom­men­taren und Inter­views, die wäh­rend des Drehs auf­ge­nommen wurden.

Frank­reich, Regie : Pied La Biche , 15 min.

Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung von 11mm – Inter­na­tio­nales Fuß­ball­film­fes­tival.

Im Jahr 1975 war Dynamo Kiew der erfolg­reichste Fuß­ball­verein der Welt, sein legen­därer Stürmer Oleg Blochin wurde damals zum Welt­fuß­baller gewählt. Der kluge Doku­men­tar­film spürt dem Mythos dieser Mann­schaft nach und lässt die Spieler der Traumelf des Ostens“ zu Wort kommen. Man erahnt, wie der Sport im Sozia­lismus als staats­tra­gende Säule diente und spürt die Wehmut der Spieler, die vom Fuß­ball im Westen träumten und sich mit den sys­tem­be­dingten Beschrän­kungen arran­gieren mussten.

In Zusam­men­ar­beit mit 11mm – Inter­na­tio­nales Fuß­ball­film­fes­tival.

Deutsch­land 2000, Regie: Alex­andra Gra­matke, Bar­bara Metzlaff, 60 min., Doku­men­tar­film

Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung von 11mm – Inter­na­tio­nales Fuß­ball­film­fes­tival

Polen gegen Deutsch­land – noch nie in den 80 Jahren gemein­samer Fuß­ball­ge­schichte haben die weißen Adler gegen die schwarzen gewonnen. Das pol­ni­sche Trauma“ ist eine der Geschichten, die der Film erzählt. Ob es um die pol­nisch­stäm­migen deut­schen Natio­nal­spieler Podolski und Klose oder die einst bei Schalke spie­lenden Ruhr­polen“ Ernst Kuzorra und Fritz Szepan geht, im Fuß­ball findet sich auch die Geschichte zweier Nationen und ihrer Men­schen, von denen viele auch unfrei­willig in die Fremde zogen.

Deutsch­land 2011, Regie: Michael Renz, Lau­rens Form, 30 min., Doku­men­tar­film

Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung vom 11mm- Inter­na­tio­nales Fuß­ball­film­fes­tival

WM 1974 in Deutsch­land, Frank­furter Wald­sta­dion, ein über­schwemmter Rasen: Die Fil­me­ma­cher Kornel Miglus & Elwira Nie­wiera machten sich auf die Suche nach den Akteuren der legen­dären Was­ser­schlacht zwi­schen Deutsch­land und Polen (1:0) und kon­fron­tierten Grze­gorz Lato, Sepp Maier, Jan Tomas­zewski, Hans-Georg Kat­sche“ Schwar­zen­beck und viele mehr noch einmal mit den Bil­dern des Spiels. Eine Geschichte vom schmalen Grad zwi­schen Tri­umph und Nie­der­lage.

Polen 2006, 11 min., Doku­men­tar­film

Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung vom 11mm – Inter­na­tio­nales Fuß­ball­film­fes­tival

Donezk ist die Haupt­stadt des Koh­le­re­viers Don­bass tief im Osten der Ukraine. Die meisten Men­schen arbeiten hier für wenig Lohn in her­un­ter­ge­kom­menen Schächten, wäh­rend einige wenige das große Geld ver­dienen. Beide Seiten aber eint die Liebe zum lokalen Fuß­ball­club Schachtar Donezk. Auch Mil­li­ardär Ach­metow inves­tiert groß­zügig in den Verein – doch der erkaufte Erfolg lässt die poli­ti­sche und soziale Sta­gna­tion im Land nur noch deut­li­cher werden.

Jakob Preuss wird seinen Film per­sön­lich prä­sen­tieren. Der 1975 in Berlin gebo­rene Regis­seur arbei­tete 2007/08 für Reporter ohne Grenzen“ und seit 2008 für die Ber­li­nale in der Reihe Pan­orama-Doku­mente“. The Other Chelsea“ ist sein Lang­film-Debüt und wurde mit zahl­rei­chen Preisen (u.a. Max-Ophüls-Preis 2011, First Steps Award und Grimme-Preis 2012) aus­ge­zeichnet.

In Zusam­men­ar­beit mit 11mm – Inter­na­tio­nales Fuß­ball­film­fes­tival.

Deutsch­land 2010, Regie: Jakob Preuss, 87 min., Doku­men­tar­film

Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung vom 11mm – Inter­na­tio­nales Fuß­ball­film­fes­tival