Wird Deutsch­land am Ende des Tur­niers die ein­zige Mann­schaft sein, die gegen Schweden gewonnen hat?
Haha, kann sein. Aber jetzt sind wir erstmal im Vier­tel­fi­nale, und ich bin stolz darauf, was wir als Mann­schaft geleistet haben. Es gibt kaum offene Spiele, es ist fast immer eng, und darin sind wir gut.

Wie unter­scheidet sich das, was Sie in Leipzig spielen von dem mit Schweden hier bei der Welt­meis­ter­schaft?
Wir spielen hier natür­lich defen­siver. Ich muss auch viel mehr defensiv laufen als in Leipzig. Dort pressen wir hoch, um den Ball mög­lichst früh zu gewinnen. Mit der schwe­di­schen Mann­schaft ver­su­chen wir das Spiel hinten kom­pakt zu machen. Es ist nicht ein­fach, gegen uns Tor­chancen her­aus­zu­spielen. Dazu muss man viel inves­tieren, das ist unsere Stärke. Und wir haben die Qua­lität, die anderen mit unseren Kon­tern zu bestrafen.

Für einen Offen­siv­spieler wie Sie dürfte das trotzdem undank­barer sein.
Nein, ich mache die Arbeit gerne, weil ich Erfolg haben will. Auch heute konnte man sehen, dass wir alles als Mann­schaft lösen. Wir haben nicht die indi­vi­du­elle Qua­lität wie Deutsch­land etwa, des­halb müssen wir wahn­sinnig viel laufen und uns gegen­seitig unter­stützen. Das haben wir gegen die Schweiz super gemacht.

Was die Qua­lität betrifft, würden wir gerne wider­spre­chen: Die haben Sie als Man of the Match“ schon gezeigt.
Ja, es gibt schon Spieler, die diese Qua­lität haben.

Hat Zlatan Ibra­hi­movic der Mann­schaft eigent­lich schon gra­tu­liert.
Ich per­sön­lich habe noch nicht mit ihm gespro­chen, aber er wird uns bestimmt gra­tu­lieren.

Ist es viel­leicht kein Zufall, dass Schweden im ersten Tur­nier nach Zlatan zum ersten Mal seit 1994 wieder ein WM-Vier­tel­fi­nale erreicht hat?
Dar­über könnt ihr reden, ich tue das nicht.

Sie haben schwe­di­sche Fuß­ball­ge­schichte geschrieben mit diesem ersten Vier­tel­fi­nale nach 24 Jahren, welche Bedeu­tung hat das für Sie?
Daran werde ich ich immer erin­nern. Von diesem Augen­blick habe ich geträumt.

Aber nicht in dem Sinne, dass Sie in der Nacht davon geträumt haben, hier das ent­schei­dende Tor zu schießen?
Doch, schon. Ich habe davon geträumt, für Schweden zu spielen. Ich habe davon geträumt bei der WM ein Tor zu schießen. Jetzt spielen wir im Vier­tel­fi­nale und Ich träume weiter.

Und was wird dort pas­sieren?
Wir setzen uns vor keinem Spiel unter Druck. Wir sind gegen jeden Gegner Außen­seiter, wir sind eine kleine Nation.

Werden Sie eigent­lich nach der Welt­meis­ter­schaft nach Leipzig zurück­kehren?
Darauf habe ich keine Ant­wort und kon­zen­triere mich ganz auf die WM.

Es ist also nicht sicher, dass sie bleiben.
Das dürft ihr über­legen.