Stefan Bell, wie würden Sie Ihren Hei­mat­verein FV Vilja Wehr beschreiben?
Es ist ein typi­scher Dorf­verein. Der Ort hat 1200 Ein­wohner, mein Klub um die 250 Mit­glieder. Im Vor­stand arbeiten sehr viele enga­gierte Ehren­amt­liche.

Wie sind Sie erster Vor­sit­zender geworden?
Meine Eltern sind im Verein aktiv, mein Bruder spielt in der ersten Mann­schaft. Er hat mich zusammen mit einem Kumpel über­zeugt. Meine Auf­gaben liegen im Bereich der Infra­struktur. Ein großes Thema ist zum Bei­spiel die Erneue­rung unseres Platzes.

Was machen Sie dabei genau?
Beim Tag der Jah­res­pflege“ habe ich die Hecke geschnitten oder mit­ge­holfen, den kleinen Vor­platz zu pflas­tern. Eines unserer Pro­jekte war der Bau eines neuen Flut­licht­mastes, außerdem brauchte das Sport­haus ein neues Dach. Da habe ich natür­lich tat­kräftig mit­ge­holfen. In erster Linie führe ich aber sehr viele Gespräche mit Ver­bänden und Behörden, gerade planen wir einen Kunst­ra­sen­platz. Da geht es um För­der­töpfe und Anträge, echt tro­ckene Akten­ar­beit. Aber das gehört nun einmal dazu und wir teilen es im Vor­stand unter­ein­ander auf.

Wie reagieren die Ver­bände, wenn Sie sagen: Hier ist Stefan Bell, ich brauche eine Akte“?
Ganz normal. Schließ­lich weiß auch nicht jeder gleich, wer ich bin und dass ich in der Bun­des­liga spiele. Je höher man bei den Ver­bänden geht, umso weniger wissen die Ver­ant­wort­li­chen sowieso über mich. Aber das ist auch kein Pro­blem. Ich muss nicht immer im Mit­tel­punkt stehen.