Seite 3: „Ich spiele in der Kreisklasse - da geht es nur um Spaß“

Werden Sie von ihren Leh­rer­kol­legen anders behan­delt?
Nein. Es gibt sicher­lich auch viele Kol­legen, die an meiner Ver­gan­gen­heit inter­es­siert sind. Aber es ist trotzdem ein sehr ange­nehmes Ver­hältnis. Ich fühle mich wirk­lich sehr wohl. 


Wie ist das Ver­hältnis zu ihren Schü­lern?
Ich denke, dass ich schon als Lehrer wahr­ge­nommen werde. Aber die Schüler fragen natür­lich häufig nach und sehen mich dann auch immer noch ein wenig als Natio­nal­spieler. 


Würden Sie es im Nach­hinein noch mal genauso machen?
Auf jeden Fall. Ich werde sicher­lich nie dar­über nach­denken, ob es die fal­sche Ent­schei­dung war. Ich bin damit sehr glück­lich. Man darf es aber auch nicht falsch ver­stehen. Für mich war die Fuß­ball-Kar­riere mein Traum­beruf und ich bin dafür sehr dankbar, dass ich das erleben durfte. Aber genau so dankbar bin ich dafür, dass ich nun diesen Weg ein­schlagen konnte.


Sie spielen trotzdem noch immer Fuß­ball. Wie häufig stehen Sie auf dem Platz?
Der Sport wird für mich immer ein großer Teil meines Lebens bleiben. Als ich auf­ge­hört hatte, fing ich relativ schnell wieder an, für den TV Neu­en­kir­chen zu spielen. Das hat sich bis heute durch­ge­zogen. Mal mehr, mal weniger. Wäh­rend des Refe­ren­da­riats hatte ich eher weniger Zeit. In de Rück­runde will ich aber wieder richtig ein­steigen.


In wel­cher Liga spielen Sie jetzt?
Es ist so, dass wir – seitdem ich in der 1. Mann­schaft ange­fangen habe – so oft auf­ge­stiegen sind, dass wir wieder in einem Bereich spielen, der für mich zu sehr auf Leis­tung geht. Ich möchte ein­fach nur mit meinen Kum­pels zusam­men­spielen und Spaß haben. Des­wegen bin ich jetzt in die 2. Mann­schaft gewech­selt. Hier spielen wir in der 2. Kreis­klasse. Da geht’s wirk­lich nur um Spaß und den Sport.