Angela Fahrion, der Schalke-Spieler Jef­ferson Farfan hat sich direkt nach der 1:5‑Niederlage gegen den FC Bayern Mün­chen lachend mit seinem Lands­mann Claudio Pizarro ablichten lassen. Ein unan­ge­brachtes Ver­halten?
Wieso soll er denn nach dem Spiel Trübsal blasen? Das Ergebnis ändert sich ohnehin nicht mehr.

Haben Sie kein Ver­ständnis dafür, dass die Fans wütend sind, wenn die eigenen Spieler sich nicht mal von einer sol­chen Klat­sche stören lassen?
Die Fans kann ich natür­lich ver­stehen, aber sie müssen das Ganze positiv sehen. Wenn der Spieler immer frus­trierter wird und sich inner­lich auf­regt, kann der Schuss auch nach hinten los­gehen und im End­ef­fekt läuft nichts mehr.

Man sollte also lieber über ein 1:5 lachen?
Gerade bei einer hohen Nie­der­lage heißt die Devise: Lachen und beim nächsten Mal besser machen.“ Ich selbst ärgere mich über eine 0:1‑Niederlage viel mehr.

Auch Schalke-Manager Horst Heldt hat sich wenig erfreut über die Situa­tion geäu­ßert. Was würden Sie seiner Kritik ent­gegnen?
Wenn der Spieler sein Lachen unter­drückt, ver­liert er auf Dauer seine Locker­heit und Spiel­freude. Ver­bis­sen­heit ver­spricht keinen Erfolg. Seine Reak­tion bedeutet natür­lich nicht, dass er sich über die Nie­der­lage freut. Er geht mit der Situa­tion wahr­schein­lich ein­fach anders um, als es in der Öffent­lich­keit gewünscht wird.

Könnten Sie der ver­un­si­cherten Schalker Mann­schaft nach elf Gegen­toren in zwei Spielen mit einem Lach­trai­ning helfen?
Ich könnte mir einen Lach­vor­trag vor­stellen, damit die Spieler und der Trainer ver­stehen, was für posi­tive Ket­ten­re­ak­tionen das Lachen aus­lösen kann. Häufig fehlt ein­fach das nötige Wissen.

Sind Sie selbst Fuß­ball-Fan?
Ich fie­bere mit dem VfB Stutt­gart, und da gibt es gerade nun wirk­lich nicht viel zu lachen.

Gelingt es Ihnen trotzdem?
Natür­lich, was bleibt mir auch anderes übrig bei sieben Nie­der­lagen in Folge. Mich ärgert das auch, aber das Lachen ver­geht mir beim Fuß­ball gewiss nicht.