Unsere Serie: Wir prä­sen­tieren jeden Tag das aktu­elle Mann­schafts­foto eines Bun­des­li­gisten und zeigen in unserer Bil­der­ga­lerie die schönsten his­to­ri­schen Schüsse. Heute: Werder Bremen.

1.
Der neue Star
Mehmet Ekici kam vom FC Bayern, zuletzt spielte er auf Leih­basis eine ziem­lich groß­ar­tige Saison beim 1. FC Nürn­berg: 32 Spiele, drei Tore, neun Vor­lagen. Bald rückte der gebür­tige Mün­chener in das Blick­feld des tür­ki­schen Natio­nal­trainer Guus Hiddink. Er debü­tierte am 17. November 2010 in einem Freund­schafts­spiel gegen die Nie­der­lande. Klaus Allofs sagt: Ekici kann Özils Ent­wick­lung nehmen.“ Wir sagen: Top Typ! Und ergänzen wei­teres außer­or­dent­lich nütz­li­ches Wissen: Mehmet Ekici ist Stern­zei­chen Widder und mag Freunde treffen, Play­sta­tion und Tisch­tennis. Sein Vor­bilder sind Mehmet Scholl, Zine­dine Zidane und Mark van Bommel („Ein geiler Spieler!“). Der 11FREUNDE-Star­schnitt folgt dem­nächst an dieser Stelle.

2. Wer ist er denn?
Torsten Frings spielt mitt­ler­weile zwar in Kanada, hat aber in Bremen sowohl pho­ne­tisch als auch sti­lis­tisch Spuren hin­ter­lassen. Erst eröffnet ein Spieler (Flo­rian Trinks, dritte Reihe 6.v.l.) die Fuß­ball-Serie Spieler, die bei­nahe wie Torsten Frings heißen“ und dann sieht einer anderer Mann noch genau so aus: Pre­drag Steva­novic (vor­dere Reihe, 3.v.l.) trägt das lange Haupt­haar ähn­lich lang und offen wie der Lut­scher“. Steva­novic spielt bereits seit Januar 2011 bei Werder, sein Bun­des­li­ga­debüt fei­erte der Serbe am 29. April gegen den VfL Wolfs­burg. Er wurde, richtig, für Torsten Frings ein­ge­wech­selt. Was bei ihm noch fehlt: Ein brei­teres Kreuz und Tribal-Tat­toos auf dem Oberarm.

In unserer Bil­der­ga­lerie: His­to­ri­sche Werder-Mann­schafts­bilder »

3. Eine kleine Stil­kritik
Grüner Rasen, grüne Tri­kots, grüne T‑Shirts, grüne Stutzen, grüne Tri­büne, grün­liche Wer­be­bande, grüne Gedanken. Die Idee hinter dem Foto­shoo­ting: Grün ist die Hoff­nung. Tim Wiese wider­strebte diese grüne Kol­lektiv-Lethargie und zog sich ein knall­gelbes Leib­chen über, seine Adju­tanten wählten eben­falls knal­li­gere Farben. Klaus Allofs hat indes sein grünes Shirt schlichtweg ver­gessen und die Firmen Coca Cola und Has­seröder wollen aus faden­schei­nigen Gründen nicht mit­ma­chen beim Green Day. 

4. Was fehlt?
Natür­lich fehlt Torsten Frings. Was aber vor allem fehlt ist ein stil­si­cheres Trikot und ein biss­chen Esprit und Ricky-Harris-Enthu­si­asmus. Die Mann­schaft wirkt ein wenig wie eine Mischung aus den Gesich­tern von Aad de Mos und Dixie Dörner. Kann aber auch alles Mas­ke­rade sein. 

5. Pro­gnose 2011/12
Werder erholt sich sich von der ver­gan­genen Spiel­zeit – döst aber trotzdem noch paar Spiel­tage nach. Ein biss­chen zer­knit­tert, zersaustes Haar, ver­klebte Lider, Out-Of-The-Bed-Look eben. Irgend­wann um den 13. Spieltag erwa­chen Mehmet Ekici und Markus Rosen­berg, der aus San­tander zurück­ge­kehrt ist und das Tore­schießen ent­deckt hat. Am Ende kämpft die Mann­schaft um einen UI-Cup-Platz – zumin­dest bis sich her­aus­stellt, dass es diesen Wett­be­werb nicht mehr gibt.