Am Mon­tag­abend hat sich für Hertha BSC die Ver­pflich­tung eines neuen Stür­mers zer­schlagen. Es ging lange hin und her, am Ende aber hat sich Werder Bremen in der Rele­ga­tion den Ver­bleib in der Fuß­ball-Bun­des­liga gesi­chert. Damit ist klar, dass Davie Selke min­des­tens ein wei­teres Jahr in Bremen spielen wird, dass er erst einmal nicht nach Berlin zurück­kehrt und damit auch keinen Kader­platz bei Hertha BSC besetzen wird.

Womög­lich hat Vedad Ibi­sevic Wer­ders Spiel am Montag ver­folgt, und womög­lich hat er nach dem Schluss­pfiff noch ein biss­chen mehr gehofft, dass er es ist, der den vakanten Kader­platz bei Hertha besetzen darf, nachdem sein Ver­trag am 30. Juni aus­ge­laufen ist. Diese Hoff­nung hat sich nun zer­schlagen. Wir haben Vedad dar­über infor­miert, dass wir ihm im Moment kein neues Angebot unter­breiten werden“, hat Her­thas Manager Michael Preetz dem Kicker“ gesagt.

Hertha will den Genera­tio­nen­wechsel voll­ziehen

Voll­kommen über­ra­schend kam diese Mit­tei­lung nicht. Ibi­sevic fehlte zwar vor knapp zwei Wochen, als Hertha die Spieler ver­ab­schie­dete, die künftig nicht mehr für den Klub spielen. Genau wie Peter Pekarik, 33, der sich unter dem neuen Trainer Bruno Lab­badia eben­falls wieder in den Vor­der­grund gespielt hatte. Aber wäh­rend Pekarik vorige Woche einen neuen Ein­jah­res­ver­trag bekommen hat, pas­sierte in der Per­so­nalie Ibi­sevic: nichts.

Anfang August wird der Bos­nier 36 Jahre alt. Im Ver­gleich zu Claudio Pizarro, der jetzt mit 41 Jahren seine Kar­riere beendet hat, ist er also noch ein junger Bur­sche – und trotzdem scheint Hertha nun gewillt zu sein, im Sturm den Genera­ti­ons­wechsel zu voll­ziehen, den viele schon vor einem Jahr ange­mahnt hatten. Damals ent­schied sich der Klub, es eine wei­tere Saison mit dem 35 Jahre alten Ibi­sevic und dem 34 Jahre alten Kalou zu ver­su­chen.