Eine gra­vie­rende Fehl­ent­schei­dung des Video-Assis­tenten hat die aus­tra­li­sche Meis­ter­schaft ent­schieden. Obwohl vor dem ein­zigen Treffer durch Kosta Bar­b­arouses (9.) im Finale zwi­schen den New­castle Jets und Mel­bourne Vic­tory gleich drei Spieler im Abseits standen, erklärte Schieds­richter Jarred Gil­lett das Tor für gültig. Zuvor hatte er den Video-Assis­tenten um Hilfe bei der ord­nungs­ge­mäßen Über­prü­fung der Szene gebeten. 

Nur hatte der blö­der­weise noch weniger gesehen als die Schieds­richter auf dem Platz. Unsere Unter­su­chungen haben ergeben, dass dem Video-Assis­tenten auf­grund eines tech­ni­schen Feh­lers nicht die nötigen Kame­ra­ein­stel­lungen zur Ver­fü­gung standen, um die vor­lie­gende Abseits­stel­lung zu erkennen“, heißt es in einem State­ment des aus­tra­li­schen Ver­bandes.

Tech­ni­sches Ver­sagen

Dem­nach sei die Soft­ware des tech­ni­schen Dienst­leis­ters Haw­keye, der dem Schieds­richter die Spiel­bilder inner­halb kür­zester Zeit für Über­prü­fungen zur Ver­fü­gung stellen soll, zum gefragten Zeit­punkt aus­ge­fallen. Als die nötigen Kame­ra­ein­stel­lungen schließ­lich vor­lagen, war das Spiel bereits fort­ge­setzt und das Tor für gültig erklärt worden.

VAR really is an abso­lute joke foot­ball is ruined.… #A-League­Final #New­cast­le­Jets #Mel­bour­ne­Vic­tory pic​.twitter​.com/​G​6​X​w​U​7LhP6

— Back Of The Net (@BotNtrading) 5. Mai 2018

Wir sind sehr ent­täuscht auf­grund des tech­ni­schen Feh­lers. Wir ver­stehen den Frust der New­castle Jets, ihrer Anhänger und den aller anderen Fuß­ball-Fans“, sagte Greg O’Rourke, der Chef der aus­tra­li­schen Liga.

Obacht, HSV

Das System des aus­tra­li­schen Video-Assis­tenten ist übri­gens das­selbe, das auch in der Bun­des­liga zum Ein­satz kommt. Nicht aus­zu­malen also, was am Wochen­ende in Ham­burg los wäre, wenn der Dino wegen eines Bild­aus­falls den Gang in die Zweit­klas­sig­keit antreten müsste.