Alex­ander Stobl, was war am Samstag in Rosen­heim los?
Was da pas­siert ist? Ich kann es immer noch nicht glauben. Meine Mann­schaft, also Buch­bach, spielte in Rosen­heim. Und wir waren mit mehr als einem Bein abge­stiegen – für den ganzen Verein stand sehr viel auf dem Spiel. Und dann segelte der aller­letzte Ball in den Straf­raum.

Wie genau haben Sie die Situa­tion in Erin­ne­rung?
Ich habe von meinem Tor­wart­trainer die Info bekommen, dass wir unbe­dingt ein Tor brau­chen. Es stand 2:2 und immerhin lief schon die 96. Minute. Also habe ich gedacht, ich gehe ein­fach mal mit vor – so wie es alle Keeper bei der letzten Aktion machen. Dann habe ich – und das war anders als sonst – gesehen, dass der Frei­stoß in meine Rich­tung kommt. Also bin ich auf Ver­dacht ins Kopf­ball­duell gegangen – was man im Nachhnein als gute Idee bezeichnen könnte.

Sie unter­treiben. Der Ball ging ins Tor, was das 3:2 für Buch­bach in der 96. Minute bedeu­tete. Mit den drei Punkten schaffte der Verein in letzter Sekunde den Klas­sen­er­halt.
Ich musste zweimal nach­gu­cken, ob der Ball wirk­lich drin war. Ich konnte es nicht glauben. Was dann pas­siert ist – ich denke, das sieht man auch auf den ganzen Videos – war dann recht emo­tional (lacht).

Wo geht man in Buch­bach nach so einem Spiel feiern?
Wir haben ja aus­wärts gespielt, also sind wir zunächst alle zusammen mit dem Bus zurück nach Buch­bach gefahren. Da hatte unsere zweite Mann­schaft noch ein Spiel – und die ste­cken auch im Abstiegs­kampf. Also mussten wir erstmal anfeuern. Danach gab es ein ordent­li­ches Grill­fest am Sport­platz. Und da wurde natür­lich gefeiert.

Mün­chen ist nicht weit. Wir hätten für eine zünf­tige Sause min­des­tens das P1 erwartet.
Dort war ich war mit Sicher­heit nicht (lacht). Ich musste noch mit dem Auto zurück nach Salz­burg fahren, wo ich wohne. Außerdem habe ich in meinem Leben noch keinen Tropfen Alkohol getrunken. Was die anderen Jungs nach dem Fest in Buch­bach noch gemacht haben, weiß ich aller­dings nicht.

Sind Sie von Natur aus ein Kopf­bal­lun­ge­heuer?
Sagen wir es so: Situa­tionen wie die vom Samstag kann man nicht trai­nieren (lacht). Aber bis ich 13 Jahre alt war, habe ich im Sturm gespielt, erst mit 15 Jahren bin ich ins Tor. Inso­fern steckt viel­leicht noch ein kleiner Stürmer in mir.