In Spa­nien ist das Wetter besser, in Eng­land ist der Fuß­ball schöner. Kein Wunder also, dass Klaas-Jan Hun­telaar nicht zum VfB Stutt­gart in die Bun­des­liga will. Mit Real Madrid konnte sich der Nie­der­länder nicht auf eine Ver­trags­auf­lö­sung einigen, und wenn er nun wech­selt, dann bitte schön zum FC Chelsea, zum FC Arsenal oder so.



Der VfB fühlte sich als Ver­lierer und been­dete belei­digt die Ver­hand­lungen mit dem Stürmer, der angeb­lich schon zuge­sagt hatte. Zwei Fragen aber bleiben: Ist die Bun­des­liga doch nicht so attraktiv für aus­län­di­sche Stars wie in den ver­gan­genen Tagen nach Zugängen der Marke Maniche gedacht? Und: Wie wird der VfB nun seine 35 Mil­lionen aus dem Gomez-Ver­kauf los?

Ja, die Bun­des­liga ist attrak­tiver geworden für aus­län­di­sche Stars aus der zweiten Reihe – Hun­telaar hätte in diese Kate­gorie gepasst. In nur 20 Spielen durfte der Nie­der­länder für Real gegen den Ball treten, bevor man ihn los­werden wollte. Wer sich danach mit fast 26 Jahren zu Höherem berufen fühlt als für Stutt­gart, dem kann man nur viel Glück wün­schen – ver­mut­lich auf der Ersatz­bank in der Pre­mier League.

Stutt­gart sollte froh sein, dass der Deal nicht zustande gekommen ist. Und sein Geld wird der VfB schon her­aus­ju­beln können, viel­leicht für Uefa-Cup-Tor­schüt­zen­könig Vagner Love. Das könnte passen. Für den Bra­si­lianer – seit fünf Jahren in Moskau – wäre die Bun­des­liga ein Auf­stieg. Und das Wetter ist auch besser als in Russ­land.