Ges­tern hat der VfL Wolfs­burg eine neue Image­kam­pagne vor­ge­stellt. Grüner, mutiger und grif­figer“ will der Klub daher­kommen, soll heißen moderner und nicht mehr als, na was wohl?, natür­lich graue Maus. Das Pro­jekt nennt sich Fan­tu­ning“, die Mann­schaft ist ja bereits gene­ral­über­holt. Wolfs­burg hat starke Spieler ver­pflichtet, für die Abwehr Ricardo Costa und Jan Simunek, für das Mit­tel­feld Josué und Ashkan Dejagah, für den Sturm Gra­fite. Das Team wächst in spie­le­ri­scher Hin­sicht langsam zusammen. Das funk­tio­niert, weil einer sich alle Mühe gibt, diesen Pro­zess zu orga­ni­sieren, von dem man es noch vor einiger Zeit so nicht erwartet hätte.

Sicher, Mar­cel­inho ist in Wolfs­burg privat ruhiger geworden und auf dem Platz hat er auch früher schon allein dadurch viel für seine Mann­schaften getan, dass er die meisten Tore vor­be­reitet und selbst viele geschossen hat. Jetzt hat sich die Rolle des Kapi­täns aber noch einmal geän­dert. Er ist rüh­riger Geburts­helfer kom­mender Stars wie Dejagah (heißt laut Fan­tu­ning“ ab jetzt Dyna­mite Dejagah“) oder viel­leicht auch Gra­fite, weil er sich ganz in ihren Dienst stellt, obwohl er weiter das Spiel bestimmt. Auf­fal­lend oft ver­sucht er dabei, die anderen glänzen zu lassen. Auch wenn es lang­weilig für das neue Wolfs­burg klingt: Sein wich­tigster Mann ist kein Neu­ein­kauf.