Seite 2: „Warum hab ich Euch zum Grillen eingeladen?“

(leise) Leute, Ihr kommt hier jeden Tag hin, krei­selt um das Trai­nings­ge­lände, stellt schwach­sin­nige Fragen – und wir sind so blöd und machen das Spiel­chen auch noch mit. Und was kommt zurück? Kein biss­chen Dank. Nur Häme. (ent­täuschtes Kopf­ni­cken, dann schlu­cken, noch ent­täuschter wei­ter­spre­chen)

Warum hab ich euch alle eigent­lich damals in meiner ersten Woche zum Grillen ein­ge­laden? (Kunst­pause, bis­siger nach­setzen) Damit ihr mir hier Woche für Woche die Stö­cker zwi­schen die Beine werft? Na schönen Dank! (fas­sungs­loses Kopf­schüt­teln)

Und wenn ich dann jeden Tag in eurem Käse­blatt lesen muss (bes­ten­falls das ent­spre­chende Käse­blatt in die Luft halten und zer­knüllen), was hier alles falsch läuft, dann frag ich mich, wo ihr euch über­haupt eure Infor­ma­tionen zusammen klaut. Wahr­schein­lich aus diesem Internet! Pah! (Ver­ächt­li­ches Lachen)

Da hol ich mir doch lieber die Apo­theken Umschau“. Die ist wenigs­tens umsonst!“

Für einen gelun­genen Abschluss ist eine lange Kunst­pause unver­zichtbar. Bli­cken Sie noch einmal scharf in das ver­dutzte Rund. Dann stehen Sie abrupt auf, nehmen einen obli­ga­to­ri­schen Schluck aus der ohnehin leeren Kaf­fee­tasse, schüt­teln Ihrem Pres­se­spre­cher die Hand und treten ener­gisch vom Podest. Wichtig: Beim Ver­lassen der Pres­se­kon­fe­renz lassen Sie noch einmal die Tür knallen, damit auch der letzte Schrei­ber­ling ver­standen hat, was das Stünd­chen geschlagen hat. In den fol­genden zwei Wochen blo­cken Sie alle Inter­views ab und ver­richten schwei­gend Ihre Arbeit. Der Erfolg ist garan­tiert!