Paulo Bento, die EM beginnt für Por­tugal mit einem echten Knaller, Auf­takt­gegner Deutsch­land gilt als einer der Favo­riten.
Und das völlig zu Recht, die Deut­schen haben kaum Schwä­chen. Im Ver­gleich zur Welt­meis­ter­schaft vor zwei Jahren hat sich das Team sogar noch wei­ter­ent­wi­ckelt.

Wer bereitet Ihnen die größten Sorgen? Mesut Özil, Thomas Müller, Bas­tian Schwein­s­teiger?
Alle drei sind her­vor­ra­gende Fuß­baller, aber am meisten begeis­tert mich ihre Orga­ni­sa­tion. Gerade nach Ball­ge­winnen, im Umschalten von Defen­sive auf Angriff sind die Deut­schen fan­tas­tisch. Es wird ein sehr schweres Spiel für uns!

Den zweiten Gegner Däne­mark kennen Sie bereits aus der Qua­li­fi­ka­tion. Däne­mark wurde Grup­pen­sieger…
Ja, aber man kann eine End­runde nicht mit der Qua­li­fi­ka­tion ver­glei­chen. Fakt ist: Die Dänen ver­fügen über ein sehr sta­biles Team und haben uns große Pro­bleme bereitet. Von den letzten vier Duellen konnten wir nur eins gewinnen.

Im End­spiel“ der Grup­pen­phase wartet mit Hol­land ein wei­terer Titel­fa­vorit.
Auch die Hol­länder ver­fügen über enorme Qua­lität – als Team, aber auch indi­vi­duell. Sie sind amtie­render Vize­welt­meister und haben in der Qua­li­fi­ka­tion nur ein Spiel ver­loren. Ihren Spiel­stil haben sie über Jahr­zehnte kul­ti­viert, wie immer werden sie sehr variabel spielen und viel Ball­be­sitz haben.

Mit Cris­tiano Ronaldo, Pepe und Fabio Coen­trao sind drei ihrer wich­tigsten Spieler Spa­ni­scher Meister geworden.
Das stärkt das Selbst­be­wusst­sein, erzeugt in unserer Heimat aber auch zusätz­li­chen Erfolgs­druck. Das posi­tive Signal ist: Meh­rere por­tu­gie­si­sche Spieler sind feste Größen bei euro­päi­schen Spit­zen­klubs. Cris­tiano Ronaldo ist ein abso­luter Aus­nah­me­spieler, aber trotzdem dürfen wir nicht erwarten, dass er all unsere Pro­bleme im Allein­gang löst. Die Vor­runde können wir nur dann über­stehen, wenn wir als Mann­schaft funk­tio­nieren. Gelingt uns das, wird Ronaldo schon von ganz allein glänzen.