Seite 2: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende

Montag, 27.01.2020

Am Montag dann die erneute Kehrt­wende, die in Erfurt aber­mals für Hoff­nung sorgt: Rein­hardt ver­kündet, dass der Klub zum Wochen­start doch nicht vom Spiel­be­trieb abge­meldet werde. Es gebe noch Ver­hand­lungen mit einem mög­li­chen Sponsor. Doch ein Teil der Spieler hat die Geduld bereits ver­loren. Einige haben ihren Spind bereits aus­ge­räumt. Mit­tel­feld­spieler Rico Gladrow wech­selt zum Liga­kon­kur­renten Energie Cottbus, Morten Rüdiger zum VfB Lübeck, Selim Ayd­emir zieht es in die Türkei zum Zweit­li­gisten Ekol Göz Menemen­spor und Kapitän Lukas Novy kehrt zurück in seine tsche­chi­sche Heimat.

Dienstag, 28.01.2020

Auch am Dienstag kann der Verein noch keine end­gül­tige Ent­schei­dung ver­melden. Wir sind auf Abruf, wenn sicher fest­steht, dass wir bis zum Sai­son­ende spielen können und bis zum Schluss unser Gehalt gezahlt wird, dann trai­nieren wir sofort wieder“, erklärt RWE-Trainer Robin Krüger.

Mitt­woch, 29.01.2020

Um 15 Uhr teilt Rein­hardt der Mann­schaft im Stei­ger­wald­sta­dion mit, dass die Ver­hand­lungen mit mög­li­chen Inves­toren erfolglos ver­laufen seien und Rot-Weiß Erfurt daher den Spiel­be­trieb in der Regio­nal­liga ein­stellen muss. Damit steht der Tra­di­ti­ons­klub als erster Absteiger aus der Regio­nal­liga Nordost fest. Die Erfurter Fans reagieren nie­der­schlagen, einige von ihnen wollen sich am Samstag, wenn ihre Mann­schaft eigent­lich gegen Energie Cottbus spielen sollte, vor dem Sta­dion auf ein Trau­er­bier treffen. Viele schreiben jedoch auch: Lieber ein Ende mit Schre­cken, als ein Schre­cken ohne Ende.“