Wie so viele Jungen träumte auch Jordan Hadaway als Kind davon, Pro­fi­fuß­baller werden. Doch im Alter von 16 Jahren musste er sich ein­ge­stehen, dass seine fuß­bal­le­ri­schen Fähig­keiten wohl nicht zur Erfül­lung seines Traums genügen würden. Daher begann er, das Spiel von der Sei­ten­linie zu führen. Zuerst trai­nierte er jün­gere Kinder, später wurde er dann Co-Trainer bei der ersten Mann­schaft des wali­si­schen Fünft­li­gisten Cae­rwys FC. Als Ende des ver­gan­genen Jahres bekannt wurde, dass Chef­trainer Ethan Jones krank­heits­be­dingt für unbe­stimmte Zeit aus­fällt, zögerten die Ver­ant­wort­li­chen nicht, Hadaway die kom­plette Ver­ant­wor­tung zu über­tragen. 

Obwohl er nun Spieler führen muss, die dop­pelt so alt sind wie er, gibt sich der Jung-Trainer, der nebenbei Sport auf Lehramt stu­diert, selbst­be­wusst. Ich habe keine Angst jemanden zurecht­zu­weisen, auch wenn ich das bisher nicht machen musste“, so Hadaway auf der Platt­form LAD­bible. Bei seiner Ankunft wählte der viel­leicht jüngste Her­ren­trainer der Welt den­noch gleich einmal deut­liche Worte. Wenn ihr mich hier nicht haben wollt, sagt es mir ein­fach.“ Aber auch er muss sich noch an die Rolle des Chef­trai­ners gewöhnen. Nennen sie mich Chef? Ja, tun sie und das ist immer noch ziem­lich seltsam!“

Geht es nach Hadaway, sind die Nie­de­rungen des wali­si­schen Fuß­balls aber ohnehin nur ein Anfang für seine Trai­ner­kar­riere. Mitte Januar nahm der 18-Jäh­rige an der durchaus pro­mi­nent besetzten Coa­ching Con­ven­tion“ von Real Madrid teil. Es ist eine Pri­vileg, auf Leute wie Raúl, Álvaro Arbeloa, Roberto Carlos oder San­tiago Solari zu treffen – und ich liebe es“, schwärmt Hadaway. 

Doch der Aus­flug lohnte sich nicht nur für Hada­ways Selfie-Samm­lung. Denn die Rück­reise auf die Insel trat der Stu­dent sogar mit einem neuen Job in der Tasche an. Im Sommer wird der 18-Jäh­rige bei den soge­nannten Cli­nics“ eng­li­sche Nach­wuchs­ta­lente trai­nieren. Bei den euro­pa­weit orga­ni­sierten Fuß­ball­camps können Kinder im Alter unter pro­fes­sio­nellen Bedin­gungen trai­nieren und ihren Idolen in Weiß nach­ei­fern. Den talen­tier­testen Kickern winkt sogar ein Fuß­ball-Wochen­ende in Madrid. Womit auch Jordan Hadaway seinem Traum von der großen Fuß­ball­bühne dann doch zumin­dest etwas näher kommt.

Hin­weis: In einer frü­heren Ver­sion des Textes hatten wir geschrieben, Real Madrid sei auf Hadaway auf­merksam geworden und habe diesen rekru­tiert. Das stimmt so nicht. Wie das Portal Real Total“ in Erfah­rung gebracht hat, arbeitet Hadaway ledig­lich auf Hono­rar­basis für die Koh­fahl Ball­stra­te­gien GmbH & Co. KG, die die Fuß­ball­camps orga­ni­siert. Auch dass Hadaway bei Real Vor­träge und Trai­nings­ein­heiten habe halten dürfen, wie es zunächst in diesem Artikel stand, ist nicht richtig. Diese Pas­sage war das Resultat einer feh­ler­haften Über­set­zung.