Cat­con­tent ist guter Con­tent. Das ist Basis­wissen jedes Social-Media-Grund­kurses. In Eng­land galt das zuletzt aller­dings nur bedingt. Zu scho­ckie­rend waren die Nach­richten dar­über, was West Ham Uniteds Innen­ver­tei­diger Kurt Zouma seiner Katze angetan hatte. Da kommt eine Geschichte, wie sie sich nun in Shef­field ereig­nete für den Ruf des Cat­con­tents gerade recht.

Am Diens­tag­abend erhielt Alison Jubb einen Anruf ihrer Schwie­ger­tochter: Sie würden gerade Shef­field Wed­nesday gegen Wigan Ath­letic schauen und, sap­perlot, da wäre doch gerade tat­säch­lich eine Katze über das Spiel­feld gelaufen. Könnte es nicht sein, dass dies viel­leicht das Tier sei, das den Jubbs im ver­gan­genen Sommer ent­laufen war? Alison Jubb tat die Sache jedoch mit einem Lachen ab. Nein, das könne sie sich nicht vor­stellen, erzählte sie der BBC.

Sieben Monate ver­misst

Kurz darauf klin­gelte das Telefon erneut. Dieses Mal mel­dete sich ein Tier­arzt. Sie hätten den Mikro­chip der Katze gescannt und dabei fest­ge­stellt, dass es sich tat­säch­lich um Topsey“ handle. Jene Katze, die die Jubbs sieben Monate lang ver­misst hatten. Und von der sie daher eigent­lich annahmen, dass sie längst tot sei. 

Im ver­gan­genen Juni hatten sie den Stu­ben­tiger anläss­lich eines Urlaubs in eine Kat­zen­pen­sion in Nord-Shef­field geben wollen. Dort sei das Tier jedoch aus seiner Trans­portbox aus­ge­büxt und ward seitdem nicht mehr gesehen.

Bis zur 94. Minute des Foot­ball-League-One-Spiels zwi­schen Shef­field Wed­nesday und Wigan Ath­letic. Da rannte Topsey plötz­lich auf den Rasen des Hills­bo­rough Sta­dions, das rund 4 Kilo­meter ent­fernt der Kat­zen­pen­sion liegt, und sorgte für eine Spiel­un­ter­bre­chung. Zunächst mühten sich die Spieler ver­geb­lich, das Tier ein­zu­fangen. Schließ­lich war es dann Wigan-Ver­tei­diger Jason Kerr, der die Katze zu fassen bekam und einem Sta­dion-Mit­ar­beiter übergab.

Schließ­lich lan­dete Topsey in einer Tier­arzt­praxis, wo sie der­zeit mit Schmerz­mit­teln und Anti­bio­tika ver­sorgt wird. Denn die ver­gan­genen sieben Monate haben ihr offenbar zuge­setzt: Sie hat ein paar Biss­wunden am Hals, es sieht so aus, als hätte ein Hund sie gepackt, also muss sie geröntgt werden. Sie ist ein biss­chen ver­ängs­tigt“, sagte Jubb der BBC.

Top­seys Zustand sei jedoch stabil, teilte die Tier­arzt­praxis mit. Sie habe normal gegessen. Und darf wohl bald zu den Jubbs zurück­kehren. Und damit den Ruf von Cat­con­tent wie­der­her­stellen.