Seite 4: Gazza und die Geordie Boys

1991 bei Top of the Pops“ besann sich Gazza auf seine Wur­zeln als Geordie“, also Ein­wohner von Tyne­side im Nord-Osten Eng­lands. Seinem Stamm­verein New­castle United, dessen Anhänger auch Geordie Boys“ genannt werden, schenkte er nebenbei eine geniale Ver­eins­hymne. Mit diesem Lehr­stück der Hip-Hop-Geschichte („Move your body, tap your cap! Keep on going to the Gazza rap“) hat Gazza MC nicht nur die Old-School hinter sich gelassen, son­dern setzte auch video­tech­nisch neue Maß­stäbe. Belegen diese Bilder doch ein­drucks­voll, dass Mario Balo­telli seinen legen­dären EM-Tor­jubel offen­sicht­lich bei Paul Gas­coigne gebitet hat. Gazza: Real. Balo­telli: Fake.

 

Can I kick it? Yes, you can, Andy Cole.

Andy Coles Kar­riere als Pre­mier League-Mit­tel­stürmer: out­stan­ding. Warum also nicht auch mal ein Rap-Song mit dem selben Titel? In der Pre­mier League Rang­liste der am meisten erzielten Tore steht nur Alan Shearer vor ihm, im Rap-Game macht ihm nie­mand was vor: Break it down, Andy Cole!“ Der ehe­ma­lige Man­chester United-Spieler („United forever!“) hat mit fünf eng­li­schen Meis­ter­schaften und dem Cham­pions-League-Sieg gegen die Bayern 1999 genug Dues gepayt und konnte nach Kar­rie­re­ende in Ruhe mal nach­fragen: Can I kick it?“

 

Uwes dieser Welt

Den Höhe­punkt und zugleich geschmack­vollsten Auf­tritt dieser Reihe lie­ferte ein­deutig Patrick Uwe“ Owo­moyela. Der kann nicht nur Bas­ket­ball und Fuß­ball, son­dern auch Full-Play­back-Rap in bester DJ Bobo-Manier. Lange vor seiner Profi-Kar­riere wirkte Owo­moyela auf der Bühne so sou­verän wie später als Bie­le­felder Außen­ver­tei­diger. Und zwar nicht bei der Mini-Play­back-Show, son­dern bei einer WDR-Show namens Kinder dieser Welt 1997“. Die Crowd hatte MC Uwe dabei voll im Griff – kein Wunder bei diesen Punch­lines: Walk out the way and open your heart! Let´s come tog­e­ther and make a new start. It´s the mes­sage of love we bring, don´t close you eyes and let it in!“ Schön, dass die GEZ-Inqui­si­toren bald noch mehr Geld für spek­ta­ku­läre Show-Events wie diese ein­treiben dürfen. Danke für nichts!