Seite 3: Keine Antwort vom Verband & Ein Ausblick

5. Anstoß­zeiten

Pro­teste gegen die Anstoß­zeiten und Zer­stü­cke­lung der Spiel­tage gehen weit in die Ver­gan­gen­heit zurück. Wegen der oft­mals kurz­fris­tigen Ter­mi­nie­rung der Spiele kann nur schwer voraus geplant werden. Für Aus­wärts­spiele am Freitag und Montag muss nicht selten Urlaub bean­tragt werden. Und selbst noch beim Hei­mat­verein spielen ist auch schwierig, schließ­lich ist der Sonntag schon lange nicht mehr für die Ama­teure reser­viert.

Die Fan­szenen glie­dern ihre For­de­rungen in ver­schie­dene Zeit­räume. Umge­hend soll ein Ende sämt­li­cher Dis­kus­sionen und Denk­spiele über eine wei­tere Spiel­tags­zer­stü­cke­lung“ erfolgen. Auch sollen die Städte von Spielen die nicht am Samstag statt­finden, nicht weiter als 300 Kilo­meter von­ein­ander ent­fernt liegen. Lang­fristig sollen Eng­li­sche Wochen“ und Mon­tags­spiele abge­schafft werden.

Was sagen DFB und DFL zu den Pro­testen?

Sehr wenig. Der DFB ver­wies auf Anfrage von 11FREUNDE zu dem Gespräch in Frank­furt auf eine bereits ver­öf­fent­lichte Pres­se­mit­tei­lung. Der Ver­band bat um Ver­ständnis dafür, sich der­zeit nicht zu den Fragen äußern zu wollen, wie sie die von den Fans im Nach­hinein erar­bei­teten Posi­ti­ons­pa­piere bewerten und wie sie zu der For­de­rung, umge­hend sämt­liche Fanu­ten­si­lien frei­zu­geben, stehen. Von der DFL erhielt 11FREUNDE keine Ant­wort.

Aus­blick

Mit dem Gespräch in Frank­furt und den anschlie­ßend erar­bei­teten Posi­ti­ons­pa­pieren haben die Fan­szenen gezeigt, dass sie an einem ernst­haften und kon­struk­tiven Dialog inter­es­siert sind, der über die anfangs pla­ka­tive und stumpfe Bot­schaft („Fick dich DFB“) hin­aus­geht.

Die Posi­ti­ons­pa­piere bieten eine gute Grund­lage für wei­tere Dis­kus­sionen mit den Ver­bänden. Einige For­de­rungen könnten bestimmt auch umge­setzt werden. Die Frei­gabe der Fanu­ten­si­lien wäre dabei aller­dings nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.