Robert Lewan­dowski
Da der FC Bayern in der Liga mitt­ler­weile domi­nanter ist als einst diese in Leder geklei­dete Ruf-mich-an-Lady in der 0190-Wer­bung, bleibt den Spie­lern nichts anderes übrig, als sich kleine Spiel­chen aus­zu­denken, damit es nicht lang­weilig wird, wenn man mal wieder einen der vielen Nicht-Gegner aus der Arena fackelt. Tore mit dafür eher nicht vor­ge­se­henen Kör­per­teilen zu schießen, könnte ein sol­ches Spiel­chen sein, in dem Robert Lewan­dowski am Frei­tag­abend bereits vor­legte, als er im Spiel gegen Köln eine Flanke mit der Brust ver­wer­tete. Dem­nächst treffen wahr­schein­lich Franck Ribéry per Narbe, Arjen Robben per Kopf­haut oder Mat­thias Sammer per Hass. Und selbst ein regu­läres Tor mit der Hand ist bei Bayern in dieser Form nicht undenkbar.


Manuel Neuer

Fun Fact: Manchmal spielt Manuel Neuer so feh­ler­frei, dass das Muster, das er mit seinen Schuhen im Rasen hin­ter­lässt, die rich­tigen Ant­worten für einen Mul­tiple-Choice-Test der Sport­hoch­schule Mün­chen zum Thema Tor­wart­spiel“ anzeigt. Umso schöner war es zu beob­achten, wie Neuer einen Rück­pass von Boateng auf­nahm und somit einen indi­rekten Frei­stoß ver­ur­sachte. Der frei­lich nichts ein­brachte, weil ja schließ­lich Manuel Neuer im Tor stand. Wes­halb wir in diesen Minuten einen Brief an den DFB auf­setzen, in dem wir for­dern, Fehler von Neuer dem­nächst als Gegen­tore zu werten. Viel­leicht haben die anderen Teams dann ja mal eine Chance. Zumin­dest auf ein Unent­schieden.


Marco Reus/­Pierre-Eme­rick Aub­ameyang

Ach, was waren das für selige Zeiten, als schnauz­bär­tige, grob­schläch­tige Fritz Wal­ters oder Stefan Kuntz’ ihre räudig abge­staubten Schram­mel­tore mit einer schnei­digen Säge oder aller­höchs­tens per gereckter Faust fei­erten, bevor sie sich die Nase im Baum­woll­trikot putzten und ihre Bauch­an­sätze zum Mit­tel­kreis zurück­be­wegten, um weiter humorlos ihrer Fuß­ball­ar­beit nach­zu­gehen und sich auf das Fei­er­abend­bier im Ver­eins­heim zu freuen. Aber das war eben mal, heute tän­zeln leicht­fü­ßige Män­ner­mo­dels top gestylt über den Rasen und feiern ihre Tore mit eigens dafür mit­ge­brachten Acces­soires, wie z.B. Batman- und Robin-Masken. So gesehen bei Pierre-Eme­rick Aub­ameyang und Marco Reus. Wobei man sagen muss, dass wir nur den Anfang der Tor­jubel-Zere­monie mit­be­kamen, da sich unsere Augen schnell mit Tränen der Fremd­scham füllten. Bliebe die Frage, was dem­nächst als Tor­jubel kommt. Viel­leicht reiten Reus und Aub­ameyang auf einem weißen Tiger eine Ehren­runde oder das gesamte Dort­munder Team bildet einen mensch­liche Pyra­mide, auf dessen Spitze der Tor­schütze bren­nende Eck­fahnen jon­gliert? Wir wissen es nicht. Und wollen es auch nicht wissen.


Alex Meier

Noch unter der Woche zickten sich Frank­furts Alex Meier und Ein­tracht-Manager Bruno Hübner derart über die Presse an, dass Katha­rina Saal­frank reflex­haft die Koffer packte, um nach Frank­furt zu reisen und zu schlichten. Was aber dann gar nicht nötig war, denn wäh­rend Saal­frank noch die stille Treppe im Sta­dion suchte, netzte Meier zwei­fach gegen den HSV und sorgte so für ver­söhn­liche Stim­mung bei der SGE. Ins­be­son­dere Meiers zweites Tor ver­dient Beach­tung, bei dem er den Ball mit der Innen­seite wun­der­schön ins lange Eck schlenzte. Ein Tor, so gefühl­voll und sexy, dass Vic­to­rias Secrets“ nun extra Des­sous für Meiers rechten Innen­rist ent­werfen wollen.


Johan Djourou

Ham­burgs Johan Djourou hätte am Samstag auch in Ham­burg im Bett bleiben können, er hätte wahr­schein­lich trotzdem irgendwie einen Elf­meter in Frank­furt ver­ur­sacht. Im Spiel gegen die Ein­tracht legte er zunächst Lucas Piazon im Straf­raum, der fol­gende Elf­meter führte zum 1:0 für die SGE. In der Nach­spiel­zeit des Spiels säbelte Djourou dann auch noch Marc Sten­dera um, den fäl­ligen Elfer ver­schoss die Ein­tracht aber. Wahr­schein­lich aus Mit­leid.