Marco und Dennis, eure Mar­ke­ting­agentur We Do It PR“ geht jetzt mit der mul­ti­me­dialen Aus­stel­lung Bru­der­herz“ in Deutsch­land auf Tour. Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Marco Justus Schöler: Wir haben 2015 schon einmal eine Aus­stel­lung über Syn­chron­spre­cher gemacht und uns dann letztes Jahr gefragt, was man im Fol­ge­jahr auf die Beine stellen könnte. Und da wir beide sehr fuß­ballaffin sind und Deutsch­land ja jetzt auch langsam ins Fuß­ball­fieber zur WM kommt, dachten wir, lass uns doch mal was über Fuß­ball machen. Unser Kern­punkt war es, etwas Emo­tio­nales zu schaffen. Die Frage war: Wer steht denn über­haupt emo­tional am meisten hinter der Natio­nal­mann­schaft? Das ist ein­fach die Familie. Des­halb haben wir Bru­der­herz“ kon­zi­piert.

Wie ist die Aus­stel­lung auf­ge­baut?

Marco Justus Schöler: Wenn man durch die Aus­stel­lung geht, sieht man erst das Geschwis­ter­chen von vorn, mit einem per­sön­lich geschrie­benen Brief an den Natio­nal­spieler. Wenn man einmal um den Print herum geht, sieht man die Rück­seite mit der Tri­kot­nummer und dem Namen. Außerdem noch Kin­der­fotos, auf dem an den Bruder adres­sierten Umschlag. Von Ave­lina, für Jerôme“, zum Bei­spiel. Mit einem QR-Code kommt man dann direkt zu den Inter­views, um sie sich noch auf der Aus­stel­lung oder hin­terher zuhause anzu­gu­cken.

Wie habt ihr mit den Geschwis­tern Kon­takt auf­ge­nommen?

Dennis Schröder: Erst mal haben wir recher­chiert, welche Natio­nal­spieler über­haupt Geschwister haben. Leute wie Sandro Wagner und Timo Werner fielen also von vor­ne­herein schon raus. Zu unserem übrigen, erwei­terten Kader von 30 Spie­lern haben wir dann in den sozialen Netz­werken aus­giebig recher­chiert. Insta­gram, Face­book, Xing… Wir haben sämt­liche Kanäle aus­ge­nutzt und fast ange­fangen, zu stalken, bis wir die ersten Leute ange­schrieben haben.

Marco Justus Schöler: Der erste, mit dem wir in Kon­takt gekommen sind, war Niklas Ginter. Dann kam Ave­lina Boateng, die gesagt hat, dass sie dabei ist. Dann dachten wir, es kommt ins Rollen, aber die erste Erfolgs­welle war schnell vorbei. Am besten lief es wirk­lich über Insta­gram Direct Messages.

Dennis Schröder: Stimmt. Alles, was über Spie­ler­be­rater lief, ist am Ende ins Leere gelaufen. Und es war schon schwierig, weil uns einige abge­sagt haben, weil sie nicht der Bruder von“ sein wollten. So wie Jonas Hum­mels zum Bei­spiel. Und dann muss man das natür­lich auch respek­tieren.