#NSTRT
Nach dem durch­schla­genden Erfolg des offi­zi­ellen Die Mannschaft“-Hashtags #zsmmen darf der geneigte Fan gespannt sein, was sich die Genies in der DFB-Zen­trale an der Frank­furter Otto-Fleck-Schneise als nächstes ein­fallen lassen. #NSTRT? #FBRCH? #HDGL­RO­FLLOL? Viel­leicht aber über­rascht der größte Sport­ver­band der Welt auch ein­fach mal, nähert sich der Wahr­heit und wan­delt eines seiner famosen Leit­mo­tive ab: Unsere Profis – echte Ama­teure.

Rein­hard Grindel
Der DFB-Prä­si­dent hat sich rund um diese Welt­meis­ter­schaft beson­ders ver­dient gemacht. Sofern der Ein­druck nicht täuscht, er wollte sich vor allem um die deut­sche Sprache und also um die Eta­blie­rung eines neuen Verbes bemühen, näm­lich: grin­deln. Was so viel heißt, wie: heute so, morgen so. Denn schon bald möchten die Fans der Natio­nal­mann­schaft nach dem Auf­stehen sicher­lich vor allem eine Frage beant­wortet wissen – welche Mei­nung hat Rein­hard Grindel heute wieder geän­dert? Span­nend.

Die Experten
Mario Basler, Stefan Effen­berg, Lothar Mat­thäus. Ex-Fuß­baller ohne wahre Per­spek­tive. Gut, dass es auch in Zukunft immer etwas zu kri­ti­sieren gibt. Oder besser: hof­fent­lich gibt es auch in Zukunft immer etwas zu kri­ti­sieren. Und sei es die Kör­per­sprache eines Fuß­bal­lers, der für den deut­schen Fuß­ball erheb­lich mehr geleistet hat als man selbst. Was unbe­dingt toll ist, weil: wich­tiger Schritt in Rich­tung Voll­be­schäf­ti­gung.

ARD/ZDF
Vor­be­richt­erstat­tung, Nach­be­richt­erstat­tung, Spiel­be­richt­erstat­tung. Ohne Fuß­ball wüssten die öffent­lich-recht­li­chen Funk- und Fern­seh­an­stalten kaum, wohin mit all den Gebühren. Gut, dass mit der Nations League ein wei­terer Wett­be­werb naht. Wenn es gut läuft, ver­sagt die DFB-Elf auch dort. Die Sen­de­mi­nuten, die man dann mit diversen Brenn­punkten“ füllen kann, sind pures Gold.

Der Fuß­ball
Soll, sofern sich die Gerüchte bewahr­heiten, auch in Zukunft und auch in Deutsch­land wei­terhin gespielt werden. Und tat­säch­lich könnte das am Ende noch zu einer rich­tigen Erfolgs­ge­schichte werden. Leroy Sané, Timo Werner, Joshua Kim­mich, Julian Brandt oder Leon Goretzka etwa sind alle­samt unter 24 Jahre alt. Mithin Spieler, die jeder­zeit in der Lage sind, die Schön­heit des Spiels in nur eine ein­zige Aktion zu ver­pa­cken. Schwer vor­stellbar, dass in Deutsch­land auch mal wieder dar­über, und nicht über Mesut Özil, dis­ku­tiert wird. Aber die Hoff­nung stirbt bekannt­lich zuletzt.