Am Ende eines zähen Ver­hand­lungs­ma­ra­thons waren alle Betei­ligten sichtbar geschafft. Wir sind wahn­sinnig froh, Ralf Rang­nick von RB los­ge­eist und ihm einen Wechsel zu RB schmack­haft gemacht zu haben“, so RB-Chef Ralf Rang­nick. Bereits in den ver­gan­genen Tagen hatte es erste Gerüchte gegeben, dass Rang­nick seine Anstel­lung bei RB Leipzig beenden würde, um noch einmal etwas wirk­lich völlig kom­plett ganz und gar anderes zu machen. Dann war die größte Sen­sa­tion der jün­geren Rasen­ball­sport-Geschichte per­fekt. Auch, wenn der Schritt dann doch nicht so ein­fach ver­lief, wie es sich das RB-Mas­ter­mind vor­ge­stellt hatte. Solche Ver­hand­lungen sind natür­lich immer dann beson­ders schwer, wenn es sich um kom­plett eigen­stän­dige Ver­eine han­delt, die rein gar nichts mit­ein­ander zu tun haben“, so Rang­nick. Aber das kenne ich ja von den 23 Trans­fers aus Öster­reich.“

Der Auf­wand scheint sich aller­dings gelohnt zu haben. Sowohl RB-Leipzig-Chef Rang­nick als auch der neue Red Bull Head of Global Soccer Ralf Rang­nick wirkten nach den Ver­hand­lungen zufrieden. Zumal ja durchaus Syn­er­gi­ef­fekte erzeugt werden sollen. Neu­land für den sym­pa­thi­schen, boden­stän­digen Fuß­ball­kon­zern, wie auch Rang­nick weiß, der nun für die sport­liche Ent­wick­lung von Red Bull Brasil, Red Bull New York und Rasen­Ball­sport Leipzig ver­ant­wort­lich zeichnet. 

Salz­burg? Nie gehört.“

Auf Nach­frage, ob man die geteilte Ver­ant­wor­tung für RB Brasil, RB New York und Rasen­Ball­sport Leipzig getrost als Fick­finger an die Ver­bände ver­stehen könne, hieß es sei­tens Rang­nick: Das möchte ich weder bestä­tigen noch demen­tieren.“ Auch bei der Frage, ob RB Salz­burg dem­nächst eben­falls unter Rang­nicks Ver­ant­wor­tung falle, hielt sich dieser bedeckt: Wer? Nie gehört.“

Wie Red Bull über­haupt auf Rang­nick gekommen ist, dürfte der­weil Betriebs­ge­heimnis bleiben. Wahr­schein­lich durch ein aus­ge­prägtes Scou­ting-Netz­werk, durch das auch Perlen wie Rang­nick, die bei völlig eigen­ständig arbei­tenden Ver­einen wie etwa RB Leipzig unter äußerst ange­spannten wirt­schaft­li­chen Bedinungen tolle Arbeit ablie­ferten, ent­deckt werden können. Rang­nick hatte die Sachsen in kür­zester Zeit in die Spit­zen­gruppe der Bun­des­liga geführt, und das mit über­schau­baren finan­zi­ellen Mit­teln von nicht einmal einer Mil­li­arde Euro.