Seite 2: Geschickt das Regelwerk umgangen

Jeden­falls wurden die Wol­ver­hampton Wan­de­rers plötz­lich por­tu­gie­siert. Kurz nach Sai­son­ende ent­ließ der Verein seinen ehe­ma­ligen Trainer, Dort­munds ehe­ma­lige Kampfsau Paul Lam­bert. Dieser habe eng­li­schen Medi­en­be­richten zu Folge einen Macht­kampf gegen Mendes ver­loren. Lam­bert soll das Enga­ge­ment von Mendes nicht gefallen haben. Doch mit der Mei­nung stand er recht alleine da.

Einen Tag später stellten die Wol­ver­hampton Wan­de­rers Nuno Espí­rito Santo als neuen Coach vor. Espí­rito Santo arbei­tete als Trainer beim FC Valencia und beim FC Porto. Beide Stellen soll er damals schon bekommen haben von ‑richtig!- Jorge Mendes. Die mögen sich. 

Unzu­läs­siger Wett­be­werbs­vor­teil? Von wegen!

Sein nächster Streich: Die Ver­pflich­tung vom por­tu­gie­si­schen Mega­ta­lent und Gesti­Fute-Kli­enten Rúben Neves. Der 20-Jäh­rige war Kapitän vom FC Porto. Einige große euro­päi­sche Klubs waren an dem Mit­tel­feld­mann dran. Neves kann näm­lich prima schießen. Elf seiner 13 Tore erzielte er von außer­halb des Straf­raums. Doch Neves wech­selte für 18 Mil­lionen Euro Ablöse zu den Wolves in die zweite eng­li­sche Liga. Gleich sechs Wol­ver­hampton-Profis werden von Mendes‘ Agentur Gesti­Fute betreut. Alles Por­tu­giesen. Von Tor­wart Rui Patrício über Spiel­ma­cher João Mou­t­inho und Diogo Jota bis zu Rúben Neves. 

Das stinkt einigen eng­li­schen Ver­einen. Der dama­lige Zweit­liga-Kon­kur­rent Leeds United hatte sich in der abge­lau­fenen Spiel­zeit dar­über beschwert, dass sich die Wolves durch die Kon­takte zu Mendes einen unzu­läs­sigen Wett­be­werbs­vor­teil ver­schaffen würden. Mendes sei nicht nur Berater, son­dern auch Geschäfts­partner von Fosun“, ein klarer Inter­es­sens­kon­flikt. Doch die FA kann keine Ver­stöße gegen das Regel­werk fest­stellen, da der Berater in dem Klub kein offi­zi­elles Amt ausübt. Gerissen, dieser Mendes, wer hätte das gedacht?