Seite 2: „Herrminator – Aufstand der Tormaschinen“

Mar­cell Jansen
Noch am vorigen Spieltag unkten wir, dass Schnecke“ ein viel bes­serer Spitz­name für Mar­cell Jansen wäre als Scor­pion“. Nun müssen wir uns ent­schul­digen, denn im Spiel gegen Pader­born war Jansen bereits nach acht Sekunden zur Stelle und holte den Elf­meter zum 1:0 für den HSV heraus. Jansen ist damit derart schnell zum Abschluss gekommen, dass ihn nun schä­bige Pick-Up-Artists als Gast­do­zent zu ihren fischigen Semi­naren ein­laden. Was Jansen natür­lich nicht macht, schließ­lich hat der Mann Stil, wie sein schönes Tor zum 2:0 bewies.

Stefan Aigner
4:1 gegen die Bayern, ein anschlie­ßender Sen­sa­ti­ons­transfer für geschätzte 32 Finan­ci­al­fair­play­ist­nur­ein­wor­til­lionen – der VfL Wolfs­burg schien derart ent­schlossen auf dem Weg an die inter­na­tio­nale Spitze, dass man selbst bei der Quatar Sports Foun­da­tion nei­di­sche Blicke gen Auto­stadt rich­tete. Aber so ist das eben mit dem Hype, dem man nicht glauben soll: Mit­unter reicht ein ker­niger Bayer, der mit einem humor­losen Schuss ins lange Eck sämt­liche Traum­tän­ze­reien erstmal wieder dämpft und mit einem tro­ckenen 1:1 in Frank­furt Wolfs­burg eben nur Wolfs­burg sein lässt.

André Schürrle
Wolfs­burgs Super­neu­zu­gang André Schürrle mag beim 1:1 in Frank­furt noch gar nicht gespielt haben, für unsere 11 des Spiel­tags reicht es aber den­noch. Warum? Weil nach andert­halb Jahren im Mut­ter­land des Fuß­balls, nach tra­di­ti­ons­rei­chen Stadt­derbys in London, Spielen in 120 Jahre alten Sta­dien und gegen Klubs, die mehr Legenden in ihrer Hall of Fame haben als in Wolfs­burg Schicht­ar­beiter am Band stehen, Schürrles erste Bun­des­li­ga­partie nun am Samstag Wolfs­burg gegen Hof­fen­heim heißen wird. Ein­hel­lige Redak­ti­ons­mei­nung dazu: Tihi­hi­hi­hi­hi­hiihi­hi­hi­hi­hi­hi­hi­hi­hi­hi­hi­hi­hi­hi­hi­hi­hi­hi­hi­hi­hi­hi­hi­hihi

Gon­zalo Jara
Die Kom­bi­na­tion aus Grät­sche von hinten, Tex­til­ver­gehen und anschlie­ßender Back­pfeife kennen wir so eigent­lich nur vom Grab­bel­tisch-Samstag beim Wurst-Son­der­pos­ten­markt. Umso erfreuter waren wir, diesen Klas­siker der Schä­big­keit in form­voll­endeter Aus­füh­rung vom Mainzer Gon­zalo Jara prä­sen­tiert zu bekommen. Im Spiel gegen Han­nover senste der Chi­lene zuerst mit Verve 96-Kapitän Stindl von den Beinen, um ihn anschlie­ßend per Tri­kot­ziehen zum Auf­stehen zu ani­mieren. Als das nicht klappte, run­dete Jara seinen Asi-Move stil­si­cher mit einer Watschn ab, derent­wegen Stindl dann doch auf­sprang. Zur zünf­tigen Schub­serei kam es aber nicht, auch weil der Schieds­richter schnell zur Stelle war. Viel­leicht auch eine Idee für den Wurst-Son­der­pos­ten­markt.

Patrick Herr­mann
Glad­bachs Patrick Herr­mann ist zur Zeit besser in Form als Arnold Schwar­zen­egger zu besten Ter­mi­nator-Zeiten. Schon gegen Stutt­gart traf Herr­mann zum Sieg, nun legte er gegen Frei­burg nach und erzielte den Sieg­treffer zum 1:0. Wir hoffen der­weil inständig, dass er Glad­bach damit nicht noch in die Cham­pions League führt. Im Sommer sollen doch die Dreh­ar­beiten zu dem neuen Ter­mi­nator-Sequel beginnen, mit Herr­mann in der Haupt­rolle. Arbeits­titel: Herr­mi­nator – Auf­stand der Tor­ma­schinen“