Die Defen­sive
Luca Cal­di­rola, Ale­jandro Galvez, San­tiago Garcia – also seien wir doch mal ehr­lich: das sind doch keine Abwehr­spie­ler­namen, so heißen die Haupt­dar­steller spa­ni­scher Art­house-Filme. Ganz anders die ker­nigen Bie­le­felder. Börner, Bur­meister, Hornig – das klingt schon nach blu­tigen Baum­woll­tri­kots, unnö­tigen Mit­tel­kreis-Grät­schen und ver­geb­li­chen Achtzig-Meter-Sprints mit Schaum vorm Mund. Die drei könnten durchaus auch Kratzen, Beißen und Spu­cken heißen, und wie wir alle wissen, werden Pokal­spiele zumeist durch den Kampf gewonnen. Vor­teil Arminia.

Die Offen­sive
Ja gut, Bre­mens Franco di Santo hat gerade einen Lauf, da kann man nichts gegen sagen. Aber ein genauerer Blick in die Sta­tis­tiken offen­bart: Auch hier liegt der Vor­teil klar bei Arminia Bie­le­feld. Warum? Weil man mit Fabian Klos einen Stürmer in seinen Reihen weiß, der in 118 Spielen für die Arminia 54 Tore erzielt hat. So wurde Klos 2013 mit 20 Toren sogar Tor­schüt­zen­könig der Dritten Liga, ein Titel, auf den Franco di Santo immer noch wartet. Klos wurde dar­über hinaus im Januar 2012 zum Spieler des Monats“ in der Dritten Liga gewählt. Uns liegen die Abstim­mungs­er­geb­nisse vor, Franco di Santo taucht dort über­haupt nicht erst auf. Und auch auf seinen ersten Treffer für den MTV Gif­horn, für den Klos zwi­schen 2007 und 2009 satte 49 Tore erzielte, wartet Bre­mens Argen­ti­nier noch immer ver­geb­lich. Er ist dar­über hinaus auch noch nie in die Zweite Bun­des­liga auf­ge­stiegen oder hat den West­fa­len­pokal in zwei Jahren in Folge geholt. Ja, er hat den West­fa­len­pokal sogar über­haupt noch nicht gewonnen. Was kann der Mann eigent­lich?

Die Trainer
Na ok, Victor Skrip­niks Bilanz liest sich der­zeit wie die eines Cham­pions-League-Trai­ners. Man darf aber nicht ver­gessen: Der Mann ist erst seit kurzem dabei. Kann ein so uner­fah­rener Trainer auch an einem häss­li­chen Mitt­woch­abend in der Hölle der berüch­tigten Bie­le­felder Alm bestehen, unter Flut­licht und mit zehn­tau­senden fana­ti­schen Ost­west­falen im Nacken? Wohl kaum. Ihm gegen­über steht mit Nor­bert Meier außerdem ein alter Hase, der ganz genau weiß, welche Tricks und Kniffe man anwenden muss, wenn ein Spiel auf der Kippe steht. Ein wei­terer Nach­teil Skrip­niks: Sollte es hitzig werden, bietet seine hohe Stirn aus­rei­chend Platz für eine gut plat­zierte Kopf­nuss Meiers. Vor­teil: ganz klar Arminia.