Stell dir vor, du spielst aus­wärts und der Gäs­te­block bleibt leer: Eine Angst, die Man­chester United vor dem kom­menden Europa-League-Spiel gegen den FK Rostov zu plagen scheint. Die Furcht, dass am 9. März keine We’ll do what we want“ ‑Chants von den Rängen schallen werden, rührt nicht etwa daher, dass die United-Fans keine Lust hätten, ihre Mann­schaft bei der Partie zu unter­stützen.

Viel mehr ist das Pro­blem: Die Distanz zwi­schen Nord­eng­land und der rus­si­schen Stadt nahe der ukrai­ni­schen Grenze ist mit rund 3.500 Kilo­me­tern nicht gerade ein Kat­zen­sprung, die Flug­preise unter­liegen eher der Kate­gorie Urlaub auf den Male­diven.

Grup­pen­spiele in der Ukraine und in der Türkei

Neben Anreise, Unter­kunft und Tickets für das Spiel müssten die eng­li­schen Fans zusätz­lich auch noch ein Tou­ris­ten­visum zur Ein­reise nach Russ­land bezahlen. Für rund 140 Euro. Ein teures Unter­fangen für einen Kick, der erwar­tungs­gemäß eher mit­tel­mäßig-span­nend werden dürfte. Findet auch United-Trainer José Mour­inho: Das war in jeder Hin­sicht ein schlechtes Los für uns“, kom­men­tierte der Por­tu­giese nach dem Bekannt­werden der Paa­rung.

Zumin­dest die Visa­kosten nimmt United den Glo­be­trot­tern seiner Anhän­ger­schaft aber ab. Wie die Daily Mail“ berich­tete, will Man­chester gut 70 000 Euro inves­tieren und 500 Fans, die mit zur Ach­tel­fi­nal­partie nach Russ­land reisen wollen, das Visum bezahlen. Die United-Anhänger müssen ledig­lich die Quit­tung ihres Visa-Antrages vor­legen, dann bekommen sie das Geld erstattet.

Dass eine Aus­wärts­reise von United sub­ven­tio­niert wird, ist zum ersten Mal der Fall. Obwohl die Grup­pen­spiele das Team von Mour­inho schon gegen Sorja Luhansk in die Ukraine und gegen Fener­bahce Istanbul in die Türkei über ähn­lich weite Ent­fer­nungen führten. Die Ent­schei­dung, den Fans nun ein biss­chen Kohle für die lange Reise zuzu­ste­cken sei eine Art Dan­ke­schön ob des kurzen Abstands zwi­schen Aus­lo­sung und Spiel­datum.